1. Mannschaft SV Gundersweiler gegen TuS 1907 Steinbach (PO)

Bericht zur aktuellen Saison 19/20

Ergebnis:  1 : 6

Halbzeit ( 0 : 2 )

Souveräne Steinbacher (Pokal) 

Nächste Überraschung?

Gundersweiler empfängt im Verbandspokal den TuS 07 Steinbach

Schaffen die Fußballer des SV Gundersweiler die nächste Verbandspokal-Überraschung? Der A-Klassen-Vertreter empfängt am morgigen Mittwochabend um 18.30 Uhr auf eigenem Platz den Bezirksligisten TuS 07 Steinbach.

In der vergangenen Woche gewann der SV Gundersweiler in der ersten Runde gegen die eine Liga höher spielende SG Kirchheimbolanden/Orbis mit 3:1. Am Wochenende verlor die Mannschaft von Spielertrainer Michael Hammerschmidt in der A-Klasse bei der TSG Kaiserslautern mit 3:5. Doch der SVG spielte lange gut mit. Gerade zu Hause fühlt sich Gundersweiler nicht chancenlos. „Im Pokal ist immer etwas drin“, findet auch Betreuer Nico Pfleger.

er TuS Steinbach kommt jedoch als großer Favorit nach Gundersweiler. In der Liga gewann die Mannschaft von Spielertrainer Timothy Hanauer jüngst das Auswärtsspiel beim Titelmitfavoriten SG Oberarnbach mit 2:1. „Wir hatten Tormöglichkeiten für zwei Spiele, aber glücklicherweise ist uns die schwache Chancenverwertung nicht so wie zuvor beim 1:1 gegen den FV Weilerbach auf die Füße gefallen. Das wäre auch wirklich bitter gewesen, denn wir waren die bessere Mannschaft“, sagt der Steinbacher Trainer, der am Mittwochabend rotieren lassen will. „Jetzt können sich wieder andere Leute im Kader empfehlen“, sagt Hanauer – und macht klar: „Wir werden Gundersweiler nicht unterschätzen, aber im Pokal sind die klassentieferen Teams immer hoch motiviert. Es wird sicher nicht einfach.“

Dazu komme die Problematik der frühen Anstoßzeit. „Das ist für meine berufstätigen Spieler doch sehr sportlich. Zeitweise haben wir auch überlegt abzusagen, weil nicht klar war, ob bis zum Anpfiff elf Akteure da sind“, gibt Hanauer zu. Um 18.15 Uhr werden die Steinbacher wohl erst nach Gundersweiler kommen. „Eine Viertelstunde später geht es auf den Platz.“ Optimal ist anders.

 Gundersweiler Steinbach Pokal 001

Die Pokalüberraschung blieb aus. Fußball-Bezirksligist TuS 07 Steinbach schaltete gestern Abend in der zweiten Runde des Verbandspokals den klassentieferen SV Gundersweiler aus. Das Team von Coach Timothy Hanauer gewann beim A-Klassenvertreter mit 6:1 (2:0).

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, obwohl wir die letzten 20 Minuten ja sogar mit einem Feldspieler weniger spielen mussten. Aber bei Iviza Dzijan hat es gezwickt, da wollten wir nix riskieren und wir hatten ja keine Auswechselspieler mehr“, sagte der Steinbacher Trainer Timothy Hanauer nach dem souveränen Auftritt seiner Mannschaft.

Die 90 Zuschauer sahen auf dem Rasenplatz in Gundersweiler einen spielbestimmenden Bezirksligisten, der von Beginn an versuchte, die Partie zu kontrollieren. Die Platzherren, die in der ersten Runde mit der SG Kirchheimbolanden/Orbis schon einen favorisierten Gegner ausgeschaltet hatten, lauerten auf Konter. In den ersten 15 Minuten war es noch eine ausgeglichene Begegnung, dann aber häuften sich die klaren Torchancen für die Gäste. Der überfällige Führungstreffer für den Favoriten erzielte Sebastian Walther in der 21. Spielminute mit einem Schuss aus 16 Metern. Steinbach drückte anschließend weiter. Walther traf den Pfosten – und den Abpraller staubte Marvin Gödtel zum 2:0 (28.) ab. Der Bezirksligist verpasste es in der Folge, schon vor dem Pausenpfiff für die Entscheidung zu sorgen. Von Gundersweiler kam offensiv wenig. Die beste Chance für den SVG entsprang aus einem Zufallsprodukt. Patrick Gramsch sprang der Ball vor die Füße, doch sein Schuss aus 15 Metern war kein Problem für TuS-Keeper Justin Hunter (44.).

„Unser Spiel hat bei Gundersweiler offenbar viel Kraft gekostet, so konnten wir auch in der zweiten Hälfte die Partie kontrollieren“, befand Timothy Hanauer. Der SVG war tatsächlich auch nach dem Seitenwechsel zum größten Teil in der Defensive. Dzijan, der zuvor sechs Hochkaräter vergab und einen Abseitstreffer (55.) erzielt hatte, sorgte dann mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 3:0 (62.) für die Vorentscheidung. Dawid Szaszorowski per Kopfball (72.) und per direkten Freistoß (90.+1) sowie Enes Ülkü (77.) legten weitere Steinbacher Treffer nach. Da spielte der TuS schon in Unterzahl, da Hanauer in der Halbzeit bereits dreimal gewechselt hatte, und Dzijan raus ging.

Gundersweiler kam noch zum Ehrentreffer: Jochen Gress markierte in der 84. Spielminute das zwischenzeitliche 1:5. Doch ohne Spielertrainer Michel Hammerschmidt, der beruflich unterwegs war, konnte der SVG dem Favoriten nicht gefährlich werden. „Wir sind froh, dass der Pokal nun vorbei ist. Diese englischen Wochen am Stück sind einfach zu intensiv für uns. Die Jungs hatten diesmal nicht so viel Kraft wie noch beim Sieg in der letzten Woche gegen die SG Kirchheimbolanden/Orbis“, sagte Trainer Markus Schäfer nach dem 1:6. Bester Akteur bei den Platzherren war Torwart Kevin Heske, der mit tollen Paraden ein Debakel verhinderte.

Gundersweiler Steinbach Pokal

So spielten sie

SV Gundersweiler: Heske, Navarro, Tobias Basalyk, Klaiber, Sajoscha Basalyk, Steer, Schmidt, Kehrt, Seldenreich (46. Gress), Ditzel, Gramsch

TuS 07 Steinbach: Hunter, Müller (46. Krautschneider), Throm, Barz, Windecker, Kladnicanin (46. Frank), Szaszorowski, Ülkü, Gödtel (46. Schulz), Dzijan, Walther.

Tore: 0:1 Walther (21.), 0:2 Gödtel (28.), 0:3 Dzijan (Foulelfmeter, 62.), 0:2 Szaszorowski (72.), 0:5 Ülkü (77.), 1:5 Gress (84.), 1:6 Szaszorowski (90.+1)

Gelbe Karten: Tobias Basalyk, Ülkü

Beste Spieler: Heske, Gress - Walther, Throm

Zuschauer: 90

Schiedsrichter: Müller (Morlautern).

Ivica Dzijans erster Treffer – im PokalIvica Dzijan war schon der Verzweiflung nahe.

Der Stürmerneuzugang des Fußball-Bezirksligisten TuS Steinbach hatte in den ersten drei Pflichtspielen der Donnersberger trotz vieler Chancen einfach den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen können. Mal scheiterte am Pfosten, mal an der Latte oder eben am Keeper der anderen Mannschaft.Auch beim Pokalspiel gegen den SV Gundersweiler versiebte der 38-jährige Routinier Chance über Chance. Ein eigentlich regulärer Treffer wurde ihm vorm Schiedsrichtergespann wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt. Letztlich waren es dann die Teamkollegen, die Dzijan auf die Sprünge halfen. Als es Elfmeter gab, bekam der Angreifer den Ball in die Hand gedrückt. Dzijan trat an und vollstreckte.

Ist der Bann also gebrochen? „Mal schauen, auf jeden Fall habe ich endlich einmal ein Tor in dieser Runde gemacht“, gestand Dzijan. Der Stürmer, der auf dem Weierhof wohnt, hat schon einige Stationen in seiner Fußballkarriere hinter sich. Der gebürtige Kroate spielte unter anderem für die badischen Klubs ASV Durlach und in Mannheim-Sandhofen, meist in den oberen Klassen. Beim ATSV Wattenheim und TuS Rüssingen war Dzijan in den vergangenen Jahren in Landes- und Verbandsliga im Einsatz. Beim letzterem Verein spielte er in der vergangenen Runde noch und half mit, den Ligaverbleib zu schaffen.

Und wie kam es nun zum Wechsel von der Verbands- in die Bezirksliga. „Die Steinbacher waren ja schon 2018 an mir interessiert. Diesmal hat es geklappt, weil ich eine neue Herausforderung gebraucht habe“, erzählt Dzijan. „Ich schätze schon, dass wir hier in Steinbach oben in der Liga mitspielen können. Wir sind eine gute Truppe.“ Im Pokalspiel gegen Gundersweiler, in dem Dzijan sein erstes Tor für seinen neuen Klub erzielte, ließ er sich frühzeitig auswechseln. Es zwickte im Knie. Deshalb schonte TuS-Coach Timothy Hanauer seinen Angreifer auch beim klaren 9:1-Erfolg am letzten Sonntag im Derby gegen den ASV Winnweiler. „Ivica ist eine absolute Verstärkung, er arbeitet vorne unheimlich viel, die Tore werden bald kommen“, ist der Coach überzeugt.

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