1. Mannschaft TuS 1907 Steinbach gegen FK Pirmasens (PO)

Bericht zur aktuellen Saison 19/20

Ergebnis:  0 : 8

Halbzeit ( 0 : 1 )

Vorfreude auf den Traumgegner (Pokal).

Es ist wohl (mindestens) das Spiel des Jahres für Timothy Hanauer und sein Team: Morgen (19.30 Uhr) empfängt Bezirksligist TuS Steinbach den Regionalligisten FK Pirmasens. Die Vorbereitungen laufen – und der Trainer hat sogar eigens ein Flugticket gebucht.

Es läuft rund für den TuS Steinbach: Tabellenführer in der Bezirksliga, im Pokal in die vierte Runde eingezogen – und dann noch dieses Los. „Das war das zweitbeste Los, das wir hätten kriegen können“, sagt Markus Buhl-Bohlander, Mannschaftsverantwortlicher des TuS Steinbach. Nur Drittligist 1. FC Kaiserslautern wäre wohl noch einen Tick attraktiver gewesen. Aber in Steinbach freut man sich nicht minder auf den Regionalligisten FK Pirmasens.

Attraktiv und lukrativDer erlebt bislang eine noch durchwachsene Saison. Die Bilanz des Viertligisten: kein Sieg, ein Remis, sechs Niederlagen – macht Platz 17 in der Regionalliga Südwest. Vier Ligen weiter unten, in der Bezirksliga, sieht die Bilanz des TuS Steinbach umgekehrt aus: keine Niederlage, ein Remis, sechs Siege. Damit grüßen die Steinbacher von der Tabellenspitze.

Doch Liga ist Liga, und Pokal ist Pokal. Letzterer, sagte Timothy Hanauer noch vor der dritten Runde, sei dem Verein wichtiger als ihm. Der Spielertrainer hatte damals die andere Seite der regelmäßigen Doppelbelastung im Sinn: Das Training leide, und die Verletzungsgefahr für die Spieler steige. Dennoch dürfte man sich in Steinbach nun einig sein: Der Einsatz in der jüngsten Runde – Steinbach bezwang daheim die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg 4:0 – hat sich gelohnt. Das sieht auch Mannschaftsverantwortlicher Markus Buhl-Bohlander so: „Wir nehmen das als unser größtes Spiel mit. Eigentlich können wir nur gewinnen.“ Nicht nur mit Blick auf die Einnahmen. Schließlich, gibt Buhl-Bohlander offen zu, sei eine Partie dieser Klasse auch aus finanzieller Hinsicht lukrativ. Mehr Zuschauer erhoffen sich die Gastgeber – und natürlich auch, dass an der Essens- und Getränkeausgabe etwas mehr Betrieb als sonst herrscht.

550 bis 600 Zuschauer erwartetDas ist doch sehr wahrscheinlich. Denn ein Regionalligist in Steinbach – das hat es noch nie gegeben, glaubt Buhl-Bohlander. Nicht nur aus sportlicher Sicht ist das Spiel gegen „die Klub“ somit ein besonderes für den TuS Steinbach. Viele Telefonate habe der TuS mit den Pirmasensern geführt, Organisatorisches geklärt. Und auch wenn man nach Rücksprache mit dem FKP nicht allzu viele Fans aus der Schuhstadt erwarte, „auf 550 bis 600 Besucher haben wir uns eingerichtet“, sagt der Mannschaftsverantwortliche. „Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützer. Wann kriegt man hier schon mal so ein Spiel zu sehen?“

Zwar gebe es keine besonderen Auflagen des Verbandes, aber mehr Dienste als sonst müsse sein Verein doch stemmen. Etwa 20 bis 30 Leute seien damit beschäftigt, Kasse, Grill und anderes am Laufen zu halten. Die Feuerwehr kümmere sich um die Parkplatzordnung, auch andere Vereine hätten ihre Unterstützung angekündigt. „Dafür sind wir dankbar. In Steinbach hilft einer dem anderen“, so Buhl-Bohlander.

Trainer fliegt zum Pokal-Hit heimUnd die Spieler? Die freuten sich natürlich auch, gegen einen Regionalligisten zu spielen, sagt Buhl-Bohlander. „Alle, die verfügbar sind, sind da.“ Sogar Timothy Hanauer wird an Bord sein – obwohl der Spielertrainer doch eigentlich im Urlaub auf Mallorca weilt. „Er hat geschaut, dass er einen Flug kriegt und fliegt am Mittwoch zum Spiel her“, sagt Buhl-Bohlander. Bei aller Vorfreude aufs Spiel – eines gibt der Steinbacher dann doch zu: Aus sportlicher Sicht rechne er sich wenig Chancen aus. „Ich gehe davon aus, dass wir gegen Pirmasens ausscheiden“, sagt Buhl-Bohlander. Nicht, ohne ein kleines Hintertürchen offenzulassen. „Der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze ...“

Steinbach Pirmasens Pokal 001

Keine Sensation am Donnersberg

FK Pirmasens am Ende beim 8:0 in Steinbach sehr souverän.

Steinbach Pirmasens Pokal 003545 Zuschauer kamen an den Fuß des Donnersbergs. Die Mehrheit hoffte auf eine Pokalsensation. Doch die blieb aus. Souverän hat sich Fußball-Regionalligist FK Pirmasens gestern Abend für das Achtelfinale im Verbandspokal Südwest qualifiziert. Das Team von Trainer Patrick Fischer gewann beim Bezirksligisten TuS 07 Steinbach klar mit 8:0 (1:0).

„Wir hatten in der ersten Hälfte Probleme, weil wir in der Regionalliga normal nicht so viel Ballbesitz haben“, sagte der FKP-Coach: „Aber im zweiten Durchgang hat die Mannschaft das gut gemacht. Steinbach ist auch eher ein Landes- als Bezirksligist.“

Es dauerte neun Minuten bis zur ersten Torchance für den Favoriten: Manuel Grünnagel kam auf der rechten Seite zur Flanke. In der Mitte hielt Konstantinos Neofytos den Fuß hin. Der Steinbacher Keeper Dominik Korz wurde kalt erwischt: 0:1 (9.).

Aber der Regionalligist tat sich noch schwer. Die Platzherren wurden ab der 30. Minute mutiger. Beim Freistoß von Dawid Szaszorowski fehlten nur Zentimeter (40.). Zur Halbzeit war für den TuS 07 noch alles drin. Doch Jonas Jung erzielte kurz nach Wiederanpfiff mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0 (51.) für Pirmasens. Wenig später hallte der Ruf „Tor“ über den Rasenplatz. Doch beim 40-Meter-Versuch des Steinbachers Pascal Weber streifte das Leder die Lattenoberkante (56.).

Der FKP hatte nach einer Stunde endgültig alles im Griff und erhöhte auf 3:0 (65.) – Torschütze war erneut Jung. Dann traf Christoph Batke zum 4:0 (68.). Manuel Grünnagel zirkelte einen Freistoß zum 5:0 (72.) ins Netz. Lars Oeßwein (79.), Dennis Chessa (83.) und Dennis Krob (85.) legten nach. „Vielleicht fiel die Niederlage ein paar Tore zu hoch aus“, sagte Steinbachs Trainer Timothy Hanauer, der für die Partie seinen Mallorca-Urlaub unterbrochen hatte: „Aber wir haben trotzdem ganz viel richtig gemacht.“

So spielten sie

Tore: 0:1 Neofytos (9.), 0:2 , 0:3 Jung (51., 64.), 0:4 Batke (68.), 0:5 Grünnagel (72.), 0:6 Oeßwein (79.) , 0:7 Chessa (83.), 0:8 Krob (85.)

Gelbe Karten: Barz, Steil, Neofytos

Beste Spieler: Szaszorowski, Jung

Zuschauer: 545

Schiedsrichter: Breuer (Buhlenberg).

Dem hohen Tempo Tribut gezollt

Es war das Spiel des Jahres für die Fußballer des TuS 07 Steinbach, und tatsächlich kamen gestern Abend 545 Zuschauer auf den Sportplatz. Für das Heimspiel in der vierten Runde des Südwestdeutschen Verbandspokals gegen den Regionalligisten FK Pirmasens hatte sich der Bezirksligist mächtig viel vorgenommen.
Von Reiner Bohlander

TuS-Spielertrainer Timothy Hanauer hatte für die Begegnung extra seinen Urlaub auf den Balearen unterbrochen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin war er gestern aus Mallorca nach Deutschland geflogen – und heute um 4 Uhr morgens, sechs Stunden nach der Pokalpartie, ging es dann wieder zurück auf die Insel. „Die Idee kam aber nicht von mir“, schmunzelte der Steinbacher Coach nach Abpfiff und erzählte: „Meine Partnerin wollte das, ich habe dann halt eingewilligt.“

Weber lässt das Tornetz wackelnDie Steinbacher verloren die Begegnung gegen den haushohen Favoriten letztlich deutlich mit 0:8 (0:1). Allerdings war der TuS im ersten Durchgang für den Regionalligisten ein unangenehmer Gegner. Die Spieler hatten ihren Spaß. „Das Tempo, das die Pirmasenser an den Tag legen, ist halt schon verdammt hoch“, befand Pascal Weber, der in der 56. Minute mit seinem Heber aus 40 Metern aus den eigenen Anhängern den ein oder anderen Torschrei herauskitzelte. Der Ball ließ das Netz der Pirmasenser zappeln. Allerdings hatte das Spielgerät die Querlatte gestreift und war auf dem Netz gelandet. „Wer weiß, vielleicht wird es noch einmal spannend, wenn ich das Ding mache“, sagte der Steinbacher Mittelfeldspieler, der eigentlich Spielertrainer bei der B-Klassen-Elf ist, im SWFV-Pokal aber in der Startelf des TuS mitwirken durfte. „Für mich wird das wohl das einzige Mal bleiben, in dem ich gegen diese Profis ran darf. Für uns alle ist das deshalb auch das Spiel gewesen. Und ich finde, dass wir uns auch sehr gut verkauft haben“, befand Weber.

Steinbach hält gut dagegenStürmer Ivica Dzijan, der in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, erklärte: „Ich dachte, die Pirmasenser machen in der ersten Hälfte mehr Druck, aber wir haben auch gut dagegengehalten. Zum Schluss haben wir denen die Tore leider geschenkt. Die Niederlage fiel zu hoch aus.“

Es dauerte neun Minuten bis zur ersten Torchance für den Favoriten – und der nutzte diese direkt. Konstantinos Neofytos traf gleich zum 1:0 (9.). Danach plätscherte die Partie erst einmal vor sich hin. Der Regionalligist tat sich schwer. Die Platzherren wurden ab der 30. Minute mutiger. Beim Freistoß von Dawid Szaszorowski aus 20 Metern fehlten nur Zentimeter (40.). „Wenn das Ding reingegangen wäre, hätten wir das Spiel abgebrochen“, sagte TuS-Coach Hanauer mit einem Augenzwinkern und betonte: „Wir haben eine klasse erste Hälfte gespielt. Zum Schluss hat die Kraft ein wenig gefehlt, aber insgesamt war das eine tolle Leistung.“

Zur Halbzeit führte Pirmasens nur mit 1:0. Doch Jonas Jung erzielte kurz nach Wiederanpfiff mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0 (51.) für den FKP. Wenig später hatte Pascal Weber mit seinem Schuss Pech (56.). Ab der 60. Minute aber hatte der Favorit alles im Griff. Jung (65.), Christoph Batke (68.). Manuel Grünnagel per Freistoß (72.), Lars Oeßwein (79.), Dennis Chessa (83.) und Dennis Krob (85.) legten weitere Treffer nach.

„Die sind landesligatauglich“Der Pirmasenser Trainer Patrick Fischer lobte unterdessen die TuS-Truppe: „Für mich ist diese Mannschaft kein Bezirksligist. Die sind landesligatauglich, haben ein gutes Spiel gezeigt.“ Der Steinbacher Coach Timothy Hanauer betonte trotz des 0:8: „Die Jungs haben gerade in der ersten Halbzeit ganz viel richtig gemacht.“ Er machte klar: „Ich fand es super, dass so viele Zuschauer hier waren. Das könnte ich öfter in der Saison haben.“ Den Urlaub kurzzeitig für das Spiel zu unterbrechen, hat sich also gelohnt? „Auf jeden Fall, ich würde es immer wieder machen“, sagte Hanauer.

So spielten sie

TuS Steinbach: Korz, Weber (57. Dzijan), Barz, Szaszorowski, Müller, Krautschneider, Frank, Ghoul, Orthen, Ülkü (80. Opper), Schulz.

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„Ein echter Titelkandidat“

Zur Berichterstattung über den Fußball-Bezirksligisten TuS Steinbach:„Der TuS Steinbach lässt aufhorchen. Nicht nur starke Ergebnisse, sondern auch die erneute Verpflichtung eines verbandsligaerfahrenen Spielers machen deutlich: Die Meisterschaft soll her. Der Transfer von Daniel Ghoul aus Alzey könnte dazu ein wichtiger Schritt gewesen sein. Bereits beim ASV Winnweiler ging er als Führungsspieler voran. Spätestens jetzt steht fest: Der TuS ist dieses Jahr ein echter Titelkandidat - und das ist gut für den Donnersbergkreis.“

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