Mannschaftsvorstellung

Drei-Jahres-Plan soll aufgehen.

Mit starken Neuzugängen will der TuS Steinbach in der Kreisliga vorne angreifen.

Für den TuS 07 Steinbach ist die Zeit reif. Im dritten und letzten Jahr des von der Vereinsführung ausgegebenen Drei-Jahres-Plans mit Spielertrainer Lars Igel will der TuS in der Kreisliga wieder ganz vorne angreifen. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der Vorsaison wollen die Steinbacher jetzt offiziell um die Meisterschaft mitspielen - mit einigen lukrativen Neuverpflichtungen.

Als Lars Igel in der Winterpause der Spielzeit 2009/10 beim Kreisligisten aus Steinbach als Trainer anheuerte, war das ehemals erfolgreiche Fußballteam nur noch ein Schatten seiner selbst. In der Saison 2003/04 noch in der Bezirksliga aktiv, kämpfte der TuS nun gegen den Abstieg in die tiefste deutsche Spielklasse, versank in der Bedeutungslosigkeit. Der Vorstandsriege war klar: Ein Neubeginn muss her - und der kam mit dem heute 29-jährigen Spielertrainer. „Als ich die Mannschaft übernommen habe, war alles durcheinander. Zwar waren gute Spieler da, aber kein Ehrgeiz”, erinnert sich Igel.

Es war die Initialzündung für einen Plan, der den Verein innerhalb von drei Jahren wieder in die Erfolgsschiene bringen sollte. Auf die damals starken C- und B-Jugendlichen wollte der TuS Steinbach bauen, in drei Jahren - wenn der Nachwuchs zu den Aktiven stößt - um den Titel mitspielen. Das Konzept habe sich laut Igel seitdem auch gut entwickelt. Sogar so gut, dass die Steinbacher schon letzte Runde, also im „Jahr zwei” des Drei-Jahres-Plans, ganz vorne mitmischten. „Unser Ziel war natürlich nicht der Aufstieg. Wir sind im Jahr davor ja fast abgestiegen. Aber wir haben das Team ergänzt, hatten in der Vorbereitung einen Lauf und haben das bis zum Winter durchgezogen”, blickt der in Siegelbach lebende TuS-Coach zurück. Zwar sei Igel mit der Spielweise seiner Elf noch nicht ganz zufrieden gewesen, aber die Tabellenführung habe er dann schon in den Aufstieg ummünzen wollen - was auch gut möglich gewesen wäre, hätten den Steinbacher Akteuren nicht kurz vor dem Zieleinlauf die Nerven einen Streich gespielt. „Da haben dann die Rädchen im Kopf angefangen, zu drehen. Wir waren verkrampft, nicht mehr frei”, beschreibt Igel den Schlussspurt, in dem der TuS sogar gegen Teams wie Stetten oder Kriegsfeld nur Unentschieden einfuhr, letztlich auf dem vierten Platz landete. Aber das sei in der letzten Saison gewesen - „außerplanmäßig” eben.

Im Fokus stehe jetzt nur noch die kommende Runde, das dritte Jahr des Plans und somit das Ziel, bis zum Schluss um den Titel und den Aufstieg in die Bezirksklasse mitzuspielen. Vor allem mit den Neuverpflichtungen sei das ein Muss: Neben Kenan Antoni von der TSG Zellertal - für Igel ein „riesen Spieler, wenn er sein Können abrufen kann” - holte der TuS auch Stürmer Edis Resic von Bezirksligist TuS Rüssingen, mit elf Treffern in der Vorsaison immerhin der zweitbeste Vereins-Schütze. „Unsere Chancenverwertung war nicht so stark, wir brauchten einen Topstürmer. Edis ist ein alter Weggefährte von mir. Wir haben in der A-Jugend des FK Pirmasens zusammen gespielt”, erklärt Igel.

Worauf der TuS-Spielertrainer jedoch den größten Wert lege, sei das Verhalten in der Defensive. Nach Jahren des altmodischen, aber sicheren, Liberos wolle er nun auf Dauer mit der Vierer-Kette spielen - unerlässlich, wenn man in höheren Klassen konkurrenzfähig sein wolle, betont der Coach. Spielt der TuS da etwa schon mit dem Bezirksklasse-Gedanken? Möglich. Schließlich werden die Steinbacher auch von allen Seiten als Topfavorit gehandelt.

Auch die Vorbereitung lässt den Trainer bis jetzt auf einiges hoffen: „Die Leute waren schon fit, als wir mit dem Training angefangen haben. Das heißt, wir konnten den ersten Teil mit der Ausdauer gleich überspringen.” Bereits auf dem Verbandsgemeinde-Turnier in Börrstadt vergangene Woche, auf dem der TuS nur im Finale gegen den ASV Winnweiler verlor, habe er im Spiel seiner Mannschaft gute Ansätze gesehen, auch wenn noch Luft nach oben sei, wie Igel sagt.

Aber kein Problem, es sind ja auch noch drei Wochen bis zum Auftakt in der Kreisliga. Und es wird sich früh abzeichnen, ob der Steinbacher Drei-Jahres-Plan aufgehen könnte oder nicht.

Kader:

Zugänge:
Edis Resic, Muhammed Dogan (beide TuS Rüssingen), Kenan Antoni (TSG Zellertal), Kenan Bajrami (SV Imsbach), Dennis Nostadt (TSV Dörnbach), Dominik Dörr, Kevin Geib (beide eigene Jugend)

Abgänge:
Marc Hofstadt (SV Alsenbrück-Langmeil), Patrick Martin (SG Eintracht Kaiserslautern), Steven Martin (SV Dielkirchen), Irfan Tuncer (SG Pfeddersheim)

Tor:
Christopher Bridgewater, Florian Fischer, Markus Wick, Michael Zlaugotnis

Abwehr:
Kenan Bajrami, Tobias Becker, Muhammed Dogan, Dominik Dörr, Kevin Geib, Dennis Herrbruck, Sven Hofstadt, Daniel Karch, David Litmianski, Boris Neu, Christoph Reinhard, Christian Rölle, Thomas Stock, Pascal Weber

Mittelfeld und Angriff:
Kenan Antoni, Blerim Bajrami, Heiko Engel, Martin Fattler, Christopher Feller, Jonny Fenske, Christian Frank, Lars Igel, Christian Linn, Michel Martin, Dennis Nostadt, Edis Resic, Patrick Ruth, Sebastian Sann, Simon Schmitz, Blerim Spahiu, Christian Stock, Danny Stock, Dirk Steuerwald.

Trainer:
Lars Igel

Saisonziel: um die Meisterschaft mitspielen

Meisterschaftstipp: SV Gundersweiler, TSV Dörnbach, TuS Steinbach (Reihenfolge offen).

zugaenge 12 13

Neuzugänge beim TuS Steinbach,
hinten von links: Kenan Antoni, Kenan Bajrani, Dennis Nostadt und Edis Resic;
vorne von links: Muhammed Dogan, Kevin Geib, Dominik Dörr und Trainer Lars Igel.

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