Festgottesdienst

100 Jahre Turn- und Sportverein 1907 Steinbach e.V.

Festgottesdienst

24 Bürger aus Steinbach trafen sich am 10. März 1907 in der damaligen Gaststätte Schrick mit dem Ziel, einen Turnverein ins Leben zu rufen. Dass sich der Verein im Verlaufe der Jahre so erfolgreich weiter entwickeln und zum mitgliederstärksten Verein des Ortes werden sollte, davon konnte damals noch keiner etwas ahnen. Die Festlichkeiten anlässlich des großen Jubiläums werden über das ganze Jahr hin verteilt. Den Start bildet ein Festgottesdienst in der protestantischen Kirche in Steinbach, wozu der Verein alle  Mitglieder und interessierten Bürger herzlich einlädt.

Datum 10. März 2007, Beginn 17.00 Uhr

  • Musikverein und Männergesangverein wirken bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit.
  • Über die wechselhafte 100-jährige Geschichte des Vereins berichtet Klaus Engel.
  • Zum Gedenken an die Toten wird vor dem Gottesdienst um 16.30 Uhr am Ehrenmal auf dem Friedhof ein Kranz niedergelegt.

Unser gemeinsames Gebet.

Wir alle leben in Gemeinschaften: in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, in der Kirche. Du, Gott, bist der Ursprung und das Ziel unseres Lebens: Deshalb tragen wir unsere Bitten vor Dich:

Nicht die Fußballgötter, sondern du allein bist der wahre Gott. Darum bitten wir dich um die Kraft und das Engagement, das nötig ist, um unsere Ziele zu erreichen. Lass uns als Verein eintreten für ein soziales Verhalten und Miteinander in der Gemeinschaft, für sinnvolle Freizeitgestaltung und für die Ablehnung von Gewalt und Drogen.

(Theaterabteilung)

Dieser Blumenstrauß ist ein Symbol für die Vielfältigkeit des Lebens wie sie auch im Verein. Ihren Ausdruck findet. Sie bereiten Freude wie das Spiel. Gott, wir bitten, dass wir Menschen mit unserem Theaterspiel Freude bereiten, sie unterhalten und zum Lachen bringen und so eine Abwechslung und Alternative zu Medien, Funk und Fernsehen, bieten können.

(Kegelabteilung)

Gott, die Kugel ist Zeichen für Konzentration auf ein Ziel - nicht nur auf unserer schönen Kegelbahn . Wir bitten Dich: Lass uns erkennen, welche Ziele im Leben wirklich wichtig und sinnvoll sind und schenke uns die Zielstrebigkeit, sie zu verwirklichen.

(Turn-Gymnastikabteilung Damen)

Das (Gymnastik-) Band ist ein Symbol für harmonische Bewegungsabläufe, wie wir sie in unserer Sportgymnastik betreiben. Es erinnert uns aber auch daran, dass nicht jede Leistung in Punkten und Tabellenplätzen messbar ist. - Herr, bewahre uns Freude an der Bewegung und den Blick für das Schöne.

(Kinderturnen)

Der Staffelstab macht deutlich, dass es beim Turnen, aber auch im Leben - nicht nur auf die Leistung des Einzelnen - sondern auf das Zusammenwirken - die Abstimmung - und das Miteinander - ankommt.

Gott, gib, dass unsere Sportler im Verein, sowie die Bürger der ganzen Gemeinde, bereit sind, wie beim Staffellauf - einander zu geben, und voneinander zu nehmen.

(Jugendfußballer)

Das Trikot ist ein Symbol für die Zusammengehörigkeit einer Mannschaft. Gott, lass nicht zu, dass wir durch übergroße Härte im Spiel oder im Leben den Teamgeist verletzen.
Der Fußball ist ein Zeichen für die Freude am Spiel, an unserem Spaß, an unseren Erlebnissen, die uns mit diesem Sport verbinden. Mit Schrecken denken wir aber an verschiedene gewalttätige Auseinandersetzungen bei Fußballspielen. Gott, lass nicht zu, dass Menschen blindem Fanatismus verfallen.

(Fußballabteilung)

Der Fußball ist aus vielen Lederstücken zusammengenäht. Nur wenn sie untereinander alle sauber vernäht sein, ist der richtige Zusammenhalt gewährleistet. Ebenso darf eine Fußballmannschaft, die erfolgreich sein will, nicht aus elf einzelnen Spielern bestehen, sondern muss sich als Gemeinschaft verstehen. Gott lass uns als Fußballmannschaft, aber auch im Alltag, nicht nur das eigene Wohl im Auge haben, sondern dafür Sorge tragen, dass alle zu ihrem Recht kommen.

(Der Verein)

Ein älteres Mitglied (Ehrenmitglied) bringt eine entzündete Kerze zum Altar:
Diese Kerze ist Symbol unserer Verbundenheit mit allen verstorbenen Mitgliedern und Freunden unseres Vereins. Lass sie in der Freude der himmlischen Gemeinschaft geborgen sein bei dir.

(Schlusssatz)

Gott, Du hast die Welt erschaffen. In dieser Welt entdecken wir, dass Sport unser Leben bereichern kann. Aus dem Erlebten, aus den Erfahrungen und den gesammelten Kenntnissen schenke deshalb gerade den jungen Menschen Freude und Kraft, damit sie ihre Ziele erreichen.

Nach der Veranstaltung lädt der TuS 07 alle Gäste zu Imbiss und Freibier in der Turn- und Gymnastikhalle ein.

INTERVIEW
mit dem Vorstand Wolfgang Bauer.

interview w bauer„Warum ein Gottesdienst zum 100. TuS-Jubiläum?"
Ein Gottesdienst zum Jubiläum: Die erste ist zugleich die ungewöhnlichste von mehreren Veranstaltungen, mit denen der Turn- und Sportverein Steinbach übers Jahr verteilt seinen 100. „Geburtstag" feiert. Über die Hintergründe des Festgottesdienstes in der protestantischen Kirche am Samstag, 10. März, ab 17 Uhr, hat sich Rainer Knoll mit dem ersten TuS-Vorsitzenden Wolfgang Bauer unterhalten.

Wie kam`s zu dieser nicht alltäglichen Verbindung von Sport und Kirche?
Es heißt ja bekanntlich „Sport verbindet" und gerade Kirche und Sport haben vieles gemeinsam. Da denke ich aber weniger an bestimmte „Fußballgötter", sondern vielmehr, was die Institutionen im sozialen Bereich miteinander verbindet, besonders in der Jugendarbeit. Ziele von beiden sind etwa, die Kinder von der Straße zu holen, Jugendlichen ein soziales Miteinander zu vermitteln sowie die Ablehnung von Gewalt und Drogen. Die Reihe der Gemeinsamkeiten könnte man beliebig fortsetzen.

Warum findet der Gottesdienst mitten in der Fußball-Saison und nicht in der Sommerpause statt?
Am Samstag ist der 10. März - und am 10. März 1907 wurde der TuS 07 Steinbach gegründet. Damals trafen sich 24 Steinbacher Bürger in der damaligen Gaststätte Schrick mit dem Ziel, einen Turnverein ins Leben zu rufen. Was liegt näher, als an diesem Tag unseren 100.Geburtstag zu feiern. Unsere Ehrenmitglieder haben den Wunsch gehegt, dieses Jubiläum in einem würdigen Rahmen in der schönen Steinbacher Kirche bei einem Gottesdienst zu feiern - und dabei auch den vielen verstorbenen Mitglieder zu gedenken, die mit dazu beigetragen haben, dass sich der Verein mit seinen heute rund 400 Mitgliedern so positiv entwickelt hat.

Was erwartet die Gottesdienst-Besucher am Samstag?
Um 16.30 Uhr wird zunächst auf dem Friedhof ein Kranz zum Gedenken an gefallene und verstorbene Mitglieder nieder gelegt. Am Gottesdienst in der Kirche wirken Musik- und Gesangverein, aber auch alle Abteilungen des TuS 07 mit. In einer Ansprache wird zudem auf die Geschichte unseres Vereins zurück geblickt.

Gibt es am Samstag weitere Programm-Punkte?
Im Anschluss sind alle Besucher und Teilnehmer in die Gymnastikhalle zu einem Umtrunk eingeladen. Wir und der Fleischmarkt Herrbruck stiften - dem Jubiläum entsprechend - 100 Liter Freibier, Weißworscht und Brezeln. Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend.

Was stehen außerdem in diesem Jahr für Jubiläums-Feierlichkeiten an?
Wir haben ja bereits ohne Jubiläum stets ein vollen Terminkalender. Das Dorftheater im März, das Jugendturnier an Pfingsten mit 100 Jugendmannschaften aus 60 verschiedenen Vereinen, das VG-Turnier für aktive Mannschaften in der Woche davor und danach, im Juni das „Jedermannturnier" für Betriebsmannschaften und das Mitternachtsturnier für AH-Mannschaften sind feste Bestandteile. Anfang September gibt es dann einen großen Kommersabend und ein sich anschließender Familientag. Der Höhepunkt folgt am 6. Oktober: Dann lassen wir mit dem Vereinsball für Mitglieder nach zehnjähriger Pause eine etwa 50-jährige TuS-Tradition wieder aufleben. Fest steht: Es wird für den TuS ein aufregendes Jahr. „Kirche und Sport haben vieles gemeinsam. Zudem wollten unsere Ehrenmitglieder einen würdigen Rahmen für die Feier."

Wolfgang Bauer, Vorsitzender TuS Steinbach.

Pressebericht: 100 Jahre Turn- und Sportverein 1907 Steinbach e.V.

Festgottesdienst am Geburtstag.

Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen TuS Jubiläum am 10. März.

Zur Erinnerung: 24 Bürger aus Steinbach trafen sich am 10. März 1907 in der damaligen Gaststätte Schrick mit dem Ziel, einen Turnverein ins Leben zu rufen. Dass sich der Verein im Verlaufe der Jahre so erfolgreich weiter entwickeln und zum mitgliederstärksten Verein des Ortes werden sollte, davon konnte damals noch keiner etwas ahnen.

Mit einem Festgottesdienst in der protestantischen Kirche in Steinbach wurde am 10. März 2007 an den Gründungstag vor 100 Jahren erinnert.

Bei strahlendem Wetter traf sich die TuS – Gemeinde  zunächst vor der Kirche und marschierte gemeinsam hinter der 80 Jahre alten Vereinsfahne zum Friedhof. Dort legten Mitglieder der Vorstandschaft zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder am Ehrenmal einen Kranz nieder.  Der Männgergesangverein mit dem ergreifenden Lied „Nach der Heimat komm ich wieder“ und der Musikverein („Ich hatt einen Kameraden“) umrahmten besonders eindrucksvoll die Veranstaltung.

Im Anschluß fand man sich zum Festgottesdienst  in der Kirche ein. Auch hier wirkten MGV und MV Steinbach mit, Klaus Engel berichtete zu Beginn über die wechselvolle Geschichte des Turn- und Sportvereins. Die Turn-und Kindergottesdienstkinder unterhielten mit einem Lied und informierten, was man so beim TuS alles machen kann. Pfarrerin Radtke ging in ihrer Predigt auf die Gemeinsamkeiten zwischen Sport und Kirche ein, fand aber auch kritische Worte zu diesem Thema. Ein Höhepunkt war ein gemeinsames Gebet aller TuS-Abteilungen, des 1. Vorsitzenden Wolfgang Bauer und des Ehrenvorsitzenden des TuS Jakob Bauer.

Alle Gottesdienstbesucher fanden lobende Worte über eine wirklich gelungene Veranstaltung. Somit wurde der 100. Geburtstag des TuS 07 Steinbach in einem würdigen Rahmen begangen um nach dem Gottesdienst bei einem Umtrunk und einem Imbiss in der Turn- und Gymnastikhalle gefeiert.

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