Ehrungen am Festkommers

„Führung hat nie nach öffentlichen Trägern gerufen"

Viel Lob für Verantwortliche und Mitglieder des TuS 07 beim Festkommers zum 100-jährigen Bestehen.

wolfgang bauerFünf neue Ehrenmitglieder hat der TuS 07 Steinbach am Festkommers zum 100-jährigen Bestehen des Vereins ernannt. Diese und weitere Ehrungen waren einige der vielen Programmpunkte bei der gelungenen Feier am Samstagabend in der vereinseigenen Turnhalle. Immer wieder haben Vertreter kommunaler und sportlicher Einrichtungen bei ihrer Gratulation das außergewöhnliche Engagement der Mitglieder hervor gehoben.

In seinen einleitenden Worten stellte erster Vorsitzender Wolfgang Bauer einerseits die hervorragende Jugendarbeit mit derzeit 120 Kindern in den Vordergrund, erinnerte aber auch an die vielen Bautätigkeiten im Verlauf der vergangenen 100 Jahre. Das Ansehen eines Vereins wie auch seiner Aktivitäten stehe und falle mit dem Einsatz der Mitglieder. Seit Generationen könne der TuS auf bewährte und fleißige Mitglieder vertrauen. In seiner Festansprache fragte Klaus Engel nach der Identität, dem Unverwechselbaren und Charakteristischen des Jubiläums-Vereins. Dabei sprach er auch die Kraftakte an, die notwendig gewesen waren, den Verein in seine heutige positive Position zu bringen. Der Verein habe durch viele Eigenleistungen und den Einsatz großer finanzieller Mittel eine Sportstätte geschaffen, auf die man stolz sein könne. Man habe sich in der Führungsmannschaft nicht zurück gelehnt und nach öffentlichen Trägern für die Sportanlagen gerufen.

festredner dieter noppenbergerNeben den vielen Höhen verschwieg Engel aber auch nicht die Tiefpunkte in der Vereinsgeschichte, wie zum Beispiel die Einstellung sämtlicher Aktivitäten während der beiden Weltkriege. Die 400 Mitglieder, die der Verein heute hat, seien in einer solch kleinen Gemeinde eine gute Basis. Beim Blick in die Zukunft hat Engel zum Teamgeist aufgerufen und gebeten: „Verschließt euch nicht".

Der Jubiläumsverein erfülle nicht nur die vier „F" sondern auch die vier „S" - Spiel, Sport, Spaß und Spannung -, lobte Dieter Noppenberger, Präsident des Sportbundes Pfalz. Er prophezeite, der Aufwärtstrend des TuS werde sich angesichts der agilen Jugend fortsetzen. Für den Südwestdeutschen Fußballverband gratulierte Helmut Schmitt. Der Verein habe es nicht nur verstanden, fußballerische Höchstleistungen zu vollbringen und Meisterschaften zu feiern, sondern sich auch nach Abstiegen immer wieder zusammen gerauft. Über das vielfältige turnerische Angebot und die Begeisterung des Nachwuchses freute sich Turngau-Vorsitzende Margot Hörner.

festredner margot hoerner    festredner helmut schmitt

festredner willi walterDer Verein könne gut organisieren, aber auch gut feiern, lobte Landrat Winfried Werner. Er betonte, ohne Idealisten gäbe es keine Gemeinschaften und keine Jubiläen. Der Jubiläumsverein könne eine zufriedene Bilanz ziehen - die Basis dafür sei das gelebtes Ehrenamt. Der TuS Steinbach habe zudem von der kommunalen Unterstützung profitiert. Auch die Verbandsgemeinde Winnweiler habe stets ein offenes Ohr für die Belange des Vereins gehabt, sagte Bürgermeister Peter Schulz. Die Hauptarbeit liege allerdings auf den Schultern der Mitglieder. Der Verein sei über die Grenzen der Region hinaus bekannt.

Dafür sorge auch die TuS-Theatergruppe, die Ortsbürgermeister Norbert Bohlander als einen Repräsentanten der Gemeinde lobte. Er wünsche sich, dass der Verein in diesem guten Geiste weiter geführt werde.

Mit weitern Glückwünschen schlossen sich Vertreter der örtlichen Vereine und Vorstandsmitglieder befreundeter Fußballvereine an. Das Rahmenprogramm gestalteten die Krabbelgruppe des TuS mit turnerischen Darbietungen sowie die Turnkinder mit einem Sketch zum Jubiläum. Als Gastgruppen wirkten mit: Der Musikverein und der Gesangverein aus Steinbach, die Tanzgarde des Donnersberger Carneval-Vereins, die Gruppe „Vocapella" aus Börrstadt sowie Aktive der Turn- und Sportgemeinschaft Grünstadt am Seitpferd und am Barren.

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