Mitternachtsturnier 2009

Erfolgreicher Ausflug zum Donnersberg.

SG Oberreidenbach-Sien spielt sich beim Steinbacher AH-Mitternachtsturnier bis ins Finale.

Zum achten Mal veranstaltete der TuS 07 Steinbach am Samstag sein Mitternachtsturnier für AH-Mannschaften. Die weiteste Anreise nahmen dabei die Gäste von der SG Oberreidenbach-Sien auf sich. Die Spieler aus den beiden „Großdörfern" in der Nähe von Idar-Oberstein nutzten den Trip in die Nordpfalz als Vereinsausflug - und kamen so ganz nebenbei ins Finale.

Die Überraschung des Turniers gelang den AH-Kickern aus Oberreidenbach und Sien im Halbfinale: Nachdem sie sich im internen Duell gegen die SG Oberreidenbach-Sien I durchgesetzt hatte, traf die starke SG II im Halbfinale auf die noch stärker eingeschätzten „Alten Herren" von Grün-Weiß Hochspeyer. Die hatten sich mit über einem Dutzend herrlich erzielter Tore in der Vorrundengruppe A zum Titelkandidaten gekürt. Die Pflicht allerdings verpatzten die Grün-Weißen. Das 3:1 im Viertelfinale gegen den Vierten der Gruppe D SV Alsenbrück-Langmeil war noch standesgemäß ausgefallen. Allerdings waren schon da große Schwächen in der Grün-Weiß-Abwehr aufgedeckt worden. Kurt Seitz, ehemals Handballtorwart in Diensten des TuS Göllheim, und Teamchef Jörg Engel hätten gegen Ende der 16 Spielminuten die Treffer zum Ausgleich für den SV erzielen können. Stattdessen gingen die Offensivkünstler aus Hochspeyer mit einem blauen Auge und weißer Weste in das Spiel, das sie ins fest in den Blick genommene Finale bringen sollte.

mitternachtsturnier 09

Junge Zuschauer für „Alte Herren" - Eine familiäre Atmosphäre herrschte am Samstag in Steinbach.

Nur die SG Oberreidenbach-Sien II hatte etwas dagegen. Mit der scheinbar einzig richtigen Taktik - drei feste Defensivspieler und zwei ständig zum Kontern bereite, schnelle Angreifer - gelang der SG der Favoritensturz. Beide Treffer erzielte Ralf Haag. „Hubbel', wie ihn seine Kameraden rufen, hatte sich zwei Mal frei gelaufen und kühl vollstreckt. Hochspeyer war danach die Lust vergangen. Jochen Kayser und Karlos Kespohl, die noch im Viertelfinale nach Belieben Torchancen herausgespielt hatten, stießen sich an der gut organisierten Abwehr der Orange-Schwarzen aus Oberreidenbach-Sien die Hörner ab. Vielleicht hatte die Truppe um „Mambo' Mathias Baab und „Hubbel" Ralf Haag ja so etwas wie einen Heimvorteil verspürt. Mit über 25 Spielern waren sie nach Steinbach gekommen und hatten nach der Ankunft in der Jugendherberge an ihrer besonderen Taktik gefeilt. Als die dann ausgerechnet gegen den Turnierfavoriten aufging, war der Jubel groß. Und die Erwartungen für die Reise an den Donnersberg mehr als erfüllt.

Dabei hatten sich die Oberreidenbach-Siener im Viertelfinale selbst geschwächt. Eine Rote Karte gab es im heißen „Bruderduell' mit der SG I. Organisator Markus Buhl-Bohlander gab sich prinzipientreu. „Ihr habt zwei Springer bekommen, das muss reichen. Wenn ihr dann eine Rote Karte kriegt, ist das ja nicht meine Schuld', beschied er „Hubbel" Haag. Fair ist fair.

Noch eine verrückte Szene hatte der Abend zu bieten: Frank Stahl, der Torwart des SV Alsenbrück-Langmeil, versuchte einen Ball zu fangen, ließ ihn beim Abrollen aber über die Torlinie rutschen. „Mist', entfuhr es ihm daraufhin laut. Schiedsrichter Steuerwald fiel das Ganze trotzdem nicht auf, Stahl hatte mit dem Rücken zu ihm gestanden. Entscheidend war das nicht: Der SVA verlor dennoch 1:3.

turniersieger gundersheim westhofen 09

Die Turniersieger von der SG Gundersheim-Westhofen.

Um die beiden Kleinfelder - gespielt wurde Fünf gegen Fünf mit Torwart - herrschte wie jedes Jahr die lockere Stimmung eines Spaßturniers. Die Truppe der FG Mutterstadt hatte bereits zur Mittagsstunde ihre Zelte aufgeschlagen. „Die waren als erste da', erzählte Buhl-Bohlander. Gar nicht da waren hingegen fast alle Vereine aus dem Donnersbergkreis. „Wir würden uns schon wünschen, dass sich da nächstes Jahr etwas tut.' Die Gastgeber der AH Börrstadt-Steinbach verhielten sich jedenfalls wie Gentlemen und begnügten sich mit dem vorletzten Platz. Andreas Kopietz, Steinbacher Urgestein, verwandelte im Spiel um Platz neun den letzten Neunmeter zum 7:5-Erfolg über den FC Lustadt. Für das Überraschungsteam aus Oberreidenbach gab es im Finale nichts mehr zu holen. Mit 0:5 verloren sie gegen die SG Gundersheim-Westhofen. Platz drei ging an Grün-Weiß Hochspeyer. Mit 6:5 gewann der geschlagene Favorit im Neunmeterschießen gegen die FG Mutterstadt.

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