VG Turnier der Aktiven

TuS 07 Steinbach beschenkt sich zum „Hundertjährigen" selbst.

10:1-Endspielsieg gegen SV Lohnsfeld im Turnier der Verbandsgemeinde Winnweiler - Dariusz Urbanczyk erhält die Torjägerkanone.

Ein Mal im Jahr sucht die Verbandsgemeinde Winnweiler ihren besten Fußballklub. Vom 23. Mai bis zum letzten Sonntag spielten die Teams aus Winnweiler, Lohnsfeld und Alsenbrück-Langmeil (Gruppe B) sowie Münchweiler, Sippersfeld, Imsbach und Ausrichter Steinbach (Gruppe A) um die Plätze eins bis sieben. Der Sieger heißt TuS 07 Steinbach.

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Zum hundertjährigen Vereinsbestehen haben sich die Bezirksklasse-Fußballer des TuS Steinbach, etwas später und kleiner als geplant, das passende Geschenke bereitet. Dass es statt der Meisterfeier „nur" der Sieg beim Verbandsgemeinde-Turnier wurde, ist für die TuS-Verantwortlichen schon wieder Schnee von gestern. Mit Klaus Ferber hat sich bereits in den letzten Tagen ein Hoffnungsträger mit Ambitionen vorgestellt. Und das mit einem kleinen, aber feinen Erfolg veredelt: Durch den 10:1-Erfolg im Finalspiel am Sonntag gegen SV Lohnsfeld hat der TuS Steinbach nicht nur den Titel des Verbandsgemeinde-Besten verteidigt. Auch kann man jetzt ein positiveres Saison-Fazit ziehen.

Außer dem fast schon zu hohen Endspielsieg sowie der Preisverleihung durch Verbandsbürgermeister Peter Schulz gab es zwei weitere feierliche Momente für den Titelträger. Mit Dirk Schappert und Alexander Schott haben zwei Spitzenkräfte ihr (vorerst) letztes Aktivenspiel für Steinbach bestritten. Ernst Herrbruck, kurzzeitig mit Schappert gemeinsam in Trainerdiensten beim TuS, lobte die beiden als Stützen des Vereins, „die uns zum Glück auch weiterhin erhalten bleiben." Wie auf Geheiß trafen sowohl Schappert als auch Schott zum sportlichen Ausstand. Nur einmal zu viel, ginge es nach den Statistik-Anhängern. „Insgesamt 101 Tore wurden in den zwölf Spielen erzielt. Eines mehr als die Anzahl der Jahre unseres Vereinsbestehens", erklärte Markus Buhl-Bohlander, Spielleiter beim TuS, mit einem Augenzwinkern. Zwölf von den 101 erzielte Dariusz Urbanczyk, der damit auch die Torjägerkanone in die Reihen der TuS-Fußballer holte. „Von der Resonanz her können wir genauso zufrieden sein. Bis auf den Freitag, an dem es kräftig gehagelt und geregnet hatte, hat das Wetter mitgespielt", resümierte Manfred Opp, Zweiter Vorsitzender des Fördervereins.

Die „Wasserschlacht" (Buhl-Bohlander) entpuppte sich außerdem als Fallstrick für den anderen Turnierfavoriten. Die gemischte Truppe des ASV Winnweiler (Zweite, Erste, AH) musste sich auf Grund der größten Überraschung des Turniers, einem 1:2 gegen den späteren Finalisten SV Lohnsfeld, mit dem vorletzten Spieltermin am Sonntag begnügen. Im Spiel um Platz drei allerdings ließen die ganz in Rot Gekleideten keinen Zweifel an ihrem Status als Spitzenteam: 11:2 kanzelten sie den Nachbarn vom SV Imsbach ab. Nach der Führung durch Halim Januzi machte Waldemar Schneider innerhalb von nur zehn Minuten einen Hattrick perfekt, traf außerdem zum 6:1 und bereitete wohl eines der schönsten Turniertore vor: Jürgen Giehl, dem Trainer des ASV Winnweiler, war es vorbehalten, den Ball aus sieben Metern und aus dem Stand über den SV-Torwart zu heben.

Spaßfußball statt Finale: Winnweiler machte das Beste aus der Situation, mit der die Kreisklasse-Fußballer aus Imsbach heillos überfordert waren. Die Treffer von Ehrhardt und Kremer entschädigten kaum für die 90-minütige Vorführung. „Durch die krassen sportlichen Unterschiede hat das Turnier an Prestige und Reiz verloren", betonten Markus Buhl-Bohlander und Manfred Opp. Durch den veränderten Modus, bei dem über eine ganze Woche und 90 Minuten gespielt wurde, schlugen sich die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Mannschaften viel gravierender nieder. Das interessanteste Duell am Finalsonntag war noch das Spiel um Platz fünf, in dem FC Eiche Sippersfeld einen 5:2-Sieg über Alsenbrück-Langmeil feierte.

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Gut gelaunt zogen die Eiche-Kicker nach dem ersten Jubel von Dannen. Für sie ist der fünfte Rang ein toller Erfolg und mindestens so schön wie für Steinbach der Turniersieg. Hier wurden zwar noch am Sonntag die Zelte abgebrochen. Mit Klaus Ferber aber beginnt eine neue Zeit. „Klaus ist ein angesehener Mann, der den Verein und die Spieler kennt", meinte Manfred Opp. Mit Ferber kommt ein Mann mit klaren Vorstellungen zum TuS. Den VG-Erfolg nimmt er gerne mit in die Vorbereitung. Am Sonntag teilte er schon einmal Trainingspläne für die Urlauber aus...

Ergebnisse:

VG-Turnier, Finale: TuS Steinbach - SV Lohnsfeld 10:1
Spiel um Platz drei: ASV Winnweiler - SV Imsbach 11:2
Spiel um Platz fünf: FC Eiche Sippersfeld - SV Alsenbrück-Langmeil 5:2

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