Rasenplatzsanierung

Neuer Rasen für den TuS 07.

Alle Jahre wieder heißt es nach der Saison beim TuS. „So jetzt iss Spielpause, jetzt werd de Platz gemach!“

Das bedeutet immer wieder die gleiche Arbeit, aber auch erstmal rechtzeitig einen Termin ausmachen. Denn unser Rasenfachmann aus Wöllstein hat nach eigenen Angaben so nach jeder Saison 12 – 16 Rasenplätze zu bearbeiten. Dabei ist er hauptsächlich im Raum Bad-Kreuznach und im Donnersbergkreis unterwegs und muss entsprechend planen.

So kam auch die beruhigende Nachricht „ ihr sein glei als Zwettes dra, erschd kummd Paffe-Schwobenem, die han schun im Herbschd gefroot!“

Also gings zum Glück trotz schlechter Witterung (denn wenns regnet kann de Erwin net viel mache, da de Platz trocke soi muss) gleich dienstags nach dem Mitternachtsturnier los.

Der Rasen wird besonders kurz gemäht. Des macht meischd de Wörner Peter. Dann heißt es zunächst mit der Maschine vertikutieren und das verfilzte Material abkehren. Nun folgt das Aerifizieren. Mit einer Spezialmaschine werden ca. 300 Löcher/m² ausgestanzt und die Stöpsel erneut abgekehrt.

Dann heißt es erneut planen. Es werden 40 qm Sand angeliefert. Der Platz soll besandet werden bzw. die ausgestanzten Löcher mit Sand gefüllt werden. Mit dieser Maßnahme wird für eine ausreichende Belüftung des Wurzelwerkes gesorgt. Außerdem wird die Wasserdurchlässigkeit so verbessert.

Der TuS muss für das Beladen des Besanders  einen Radlader besorgen. Zum Glück gibt es die Firma Baab und deren Chef Helmut Baab sagte auch in diesem Jahr gleich zu und stellte von der Firma einen Radlader zur Verfügung. Und der TuS stellt den Fahrer. Da gibt es keinen besseren als Heinz-Werner Hossbach. Vier Stunden Arbeit sind alleine das Besanden des Platzes.

Und zum Glück kommt Peter Wörner am nächsten Tag gleich auf die Idee den Sand mit dem Besen und dem Rasentraktor einzukehren, denn der nächste Dauerregen steht schon wieder an.

Als am Sonntag der Rasendoktor nach Steinbach kommt, scheint wieder die Sonne und egal ob Feiertag oder nicht. Die nächste Maßnahme muss durchgeführt werden. In diesem Jahr wird auch noch neu eingesäht. Der Greenkeeper hat die Sähmaschine dabei und bringt 150 kg neuen Rasensamen ein.

Auch diese Maßnahme hat ihren Grund. Über die Jahre der Belastbarkeit wird das tief wurzelnde Gras immer weniger und weniger belastbare Gräser immer mehr. Also wird der Rasen wieder mit dem dem entsprechenden Grassamen erneuert.

Am späten Sonntagnachmittag ist dann für unseren Rasendoktor die Arbeit getan und er nimmt sich endlich Zeit für ein Weizen im Sportheim. „So Jungs“, meint er, „jetzt braucht der Platz täglich Wasser. Der Rasensamen darf nicht austrocknen, sonst war das für die Katz und das Geld dafür aus dem Fenster geschmissen!“  Rainer Kinzer hört sich das an und stellt entsprechend die Beregnung für den Platz ein.

Der Greenkeeper verabschiedet sich. Er zieht weiter nach Sippersfeld und Gerbach. Auch Langmeil, Imsbach und viele andere Vereine aus der Nachbarschaft wenden sich an ihn. Dabei vergißt er nicht „ ihr wart die ersten, bei denen ich diese Arbeit angefangen habe und daraus ist dann ein Geschäft geworden“ Im Hauptberuf verkauft er Rasenmäher für Golfplätze (ab 20000€ aufwärts).

Doch für die TuS Platzwarte ist nach der Aktion die Arbeit noch nicht ganz beendet. Gleich am nächsten Tag verlegen Peter Wörner, Rainer Kinzer,  H.-W. Hossbach und Bernd Schneider in den Torräumen den Rollrasen.

Das wars dann endgültig. Jetzt gibt’s Wasser und es heißt mähen, mähen, mähen. Und alle Aktiven dürfen sich auf die nächste Saison und den neuen Rasen freuen.

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