1. FCK B-Jugend

Klangvolle Namen beim Turnier in Steinbach.

B-Junioren des 1. FCK am Start

Im Rahmen seines 100-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltet der Turn- und Sportverein 1907 Steinbach auf seiner Rasensportanlage am Samstag, 11. August, ein Fußballturnier für B-Jugendmannschaften. Teilnehmer sind der 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC, VfR Mannheim und VfL Neckarau.

Der Trainer des 1. FC Kaiserslautern, Engelbert Klag aus Bolanden, freut sich schon im Vorfeld auf interessante Begegnungen: „Auf dem herrlichen Rasen in Steinbach macht es einfach immer Spaß zu spielen, und bei diesem Turnier stimmen die Gegner. Wir kommen mit der besten Mannschaft". Immerhin schaffte es der Nachwuchs des 1. FCK in der letzten Saison bis ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft, wo man erst am späteren Meister Bayern München scheiterte.

Aktuell befinden sich zehn Südwest-Auswahlspieler in den Reihen der kleinen „Roten Teufel". Mit Innenverteidiger Dennis Lang, den Mittelfeldakteuren Philipp Klement und Sebastian Lindner sowie dem Stürmer Nico Sprengle schickt der 1. FCK vier Nachwuchskräfte zum Nationalmannschaftslehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ende des Monats.

Die Nachwuchsarbeit des Karlsruher SC trägt seit Jahrzehnten Früchte. Nationalspieler wie Kahn, Scholl, Sternkopf, Kreutzer oder Nowotny schnürten einst als Jugendliche für den KSC die Fußballstiefel. Acht B-Junioren spielen momentan in der Baden-Auswahl, ein Fußballer schaffte es in die Nationalmannschaft. In der kommenden Runde spielen beide Clubs in der neuen B-Junioren-Bundesliga.

Eine Klasse tiefer kicken die Mannschaften der Traditionsvereine VfR Mannheim und VfL Neckarau. Beide Clubs bilden ebenfalls immer wieder erstklassige Fußballer aus und stellten schon Spieler für deutsche Nationalmannschaften ab.

Das attraktive Junioren-Turnier beginnt um 13 Uhr mit dem Derby KSC gegen VfR Mannheim. Gespielt wird nach dem Modus „Jeder gegen Jeden". Die Spielzeit beträgt dabei 40 Minuten. Die Anstoßzeit für das letzte Spiel (1. FCK gegen KSC) ist um 17. 10Uhr vorgesehen. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre sowie Frauen haben freien Eintritt.

„Lass uns das doch öfter machen"

B-Junioren-Turnier in Steinbach kommt an - Sieger 1. FCK

fck jugendturnierDie „Roten Teufel" zu Gast in Steinbach - das gab es in Form von Freundschaftsspielen mit den Juniorenteams des 1. FC Kaiserslautern schon öfter. An diesem Samstag stellte sich der Jahrgang 1992 in einem Mini-Turnier gegen die U16-/U17-Teams des Karlsruher SC, VfR Mannheim und VfL Neckarau dem Publikum vor. FCK-Trainer Engelbert Klag war zufrieden: mit der Vorstellung seiner Jungs und mit der des ausrichtenden TuS 07 Steinbach.

Im Gespräch mit Armin Bauer, der am Samstag neben der Organisation auch die Rolle des „Stadionsprechers" übernahm, ließ FCK-Junioren-Trainer Klag keinen Zweifel daran, dass er es ernst meint mit seinem Vorschlag: „Lass uns das doch öfter machen. Im nächsten Jahr dann mit Eintracht Frankfurt, dem KSC und Mainz 05", eröffnet Klag. „Dann nehmen wir noch eine Kreisauswahl von hier dazu, damit wir zu fünft sind und dann kein Team mehr zwei Mal direkt nacheinander spielen muss", ergänzt Armin Bauer. Die Zwei verstehen sich, keine Frage. Und sie sind von der Veranstaltung überzeugt: Die Zuschauer bekommen guten Fußball geboten, die Trainer die Möglichkeit, den Leistungsstand des Teams abzufragen.

„Davon haben wir alle etwas. Und natürlich ist das auch für den Kreis hier ein Gewinn." Engelbert Klag, der seit drei Jahren den jüngeren B-Junioren-Jahrgang am Ausbildungszentrum „Fröhnerhof" betreut, will nicht überheblich klingen. Er will ganz einfach seiner Heimat etwas zurückgeben. Der Bolandener Klag ist zusammen mit dem Steinbacher Armin Bauer der Auffassung, dass es sowohl für die Junioren-Kicker als auch für deren Trainer im Donnersbergkreis eine interessante und lohnenswerte Erfahrung sein könnte, sich bei den Traditionsvereinen über taktische und trainingsmethodische Neuerungen zu informieren. Beispielsweise zeigten die Jungs vom VfR Mannheim, die immerhin in der Verbandsliga Baden kicken, wie man sich im Kollektiv und mit einer gehörigen Portion Disziplin aufwärmt. In einer wie mit dem Lineal gezogenen Reihe absolvierten die 16 Spieler aus der Rhein-Neckar-Metropole ihr Aufwärmprogramm: Erst lockeres Traben, Dehnen, dann kurze Sprints. Das sah nicht nur schön, sondern auch sehr professionell aus.

Im Turnier half das freilich wenig. Der VfR musste sich nach den drei Duellen mit dem 1. FCK, dem Karlsruher und dem Stadtrivalen VfL Neckarau mit einem Punkt und keinem Tor begnügen. Die Jungs vom Betzenberg, als Oberliga-Meister in die Regionalliga Südwest - die höchste Spielklasse für U16-Jahrgänge - aufgestiegen, zeigten in etwa den Leistungsunterschied der beiden Spielklassen: 5:0 gewannen sie das Spiel gegen den VfR (Verbandsliga), das gleichzeitig den Turnierauftakt markierte. Anschließend wurden auch Neckarau (Verbandsliga) mit 1:0, der KSC (Oberliga) mit 2:0 besiegt. Trainer Klag dazu: „Mit der Leistung bin ich insgesamt sehr zufrieden. Taktisch und spielerisch war das sehr gut. Nur die Chancenauswertung, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht."

Der Turniersieg in Steinbach, er könnte der erste in einer vielleicht langen Reihe sein. „Wenn das alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, dann werden wir das zu einer festen Einrichtung machen", sind sich Bauer und Klag einmal mehr einig. Und Uwe Stöwer, Leiter des „Nachwuchs-Leistungszentrums" am Fröhnerhof, hat offenbar nichts dagegen. Mit einem Ohr hört er Bundesliga-Ergebnisse, mit dem anderen, was sein Trainer da so alles an Terminen festlegt. Bisher hat er nichts zu bemängeln: „Das hier ist schon ein richtiger Leistungstest: Drei Mal 40 Minuten gegen starke Gegner, da kann man sehen, wie fit die Jungs sind, und der Trainer kann alle Spieler einsetzen, auf verschiedenen Positionen ausprobieren."

Schade finden die Herren Stöwer, Bauer und Klag nur, dass es vergleichbar wenig Schaulustige und Wissbegierige nach Steinbach geschafft haben. Bundesligastart und so: „Am Termin kann man noch etwas verändern, gar kein Problem", meint Armin Bauer dazu und wird im nächsten Jahr einen besseren Termin präsentieren.

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