Kreispokalendspiel der Damen

Am 02.10.13 um 19.00 Uhr ist der TuS 07 Steinbach Ausrichter bzw. Gastgeber des diesjährigen Pokalendspieles der Fussballdamen. Im Finale stehen sich die Mannschaften des ASV Winnweiler und des FC Marnheim II gegenüber. Beide Mannschaften spielen in der Landesliga Westpfalz. Wir freuen uns auf ein schönes Pokalendspiel und freuen uns in diesem Jahr Gastgeber dieses Endspieles zu sein. Wir wünschen den beiden Teams viel Erfolg. Der TuS 07 Steinbach / Pizzeria Bellavista übernimmt die Bewirtung, für Essen und Getränke ist bestens gesorgt.

Einseitige Pokal-Premiere

Der FC Marnheim II verstärkt sich mit Regionalliga-Spielerinnen und besiegt ASV Winnweiler 12:2

Ein kleines Kapitel Donnersberger Fußballgeschichte – das schrieben am Mittwochabend die Fußballerinnen des FC Marnheim II. Problemlos, einseitig, unterfordert: Mit sage und schreibe 12:2 (6:1) nahm die Landesliga-Elf von Trainer Max Hartenbach Klassen-Konkurrent ASV Winnweiler auseinander und sicherte sich den erstmals ausgespielten Frauen-Kreispokal. Einen leicht bitteren Beigeschmack trägt der Sieg jedoch.Viele Worte hatte er nicht übrig. Mit dem Ballsack unter dem rechten und den bunten Hütchen unter dem linken Arm stand Max Hartenbach nachdenklich auf dem Rasen. „Wenn es enger ausgegangen wäre, könnte ich auch mehr sagen“, grinste der Marnheimer Coach, nachdem der Pott seinen ersten Besitzer gefunden hatte. Die großen Analysen konnte er sich sparen. Lob für die Mannschaftsleistung war unangebracht, zu kritisieren gab es nichts. Dafür war das Ergebnis einfach zu deutlich.Und in gewissem Maße auch vorhersehbar: Als die Marnheimer Kickerinnen vor dem Anpfiff gemächlich aus der Kabine trotteten, wussten die Winnweilerer Fans schon, was ihren Mädels blüht. Sina Zelt folgten Tina Ruh, Laura Glaser und Sarah Breunich – vier Regionalliga-Spielerinnen, die Praxis sammeln sollten. Nur eine von ihnen kann den feinen Unterschied machen. Gleich vier sorgen gegen einen Landesligisten aber für den Abschuss. Zur Erinnerung: Am Sonntag erzielte Ruh in Saarwellingen alle vier Treffer zum 4:1-Sieg des FCM I. Der ASV war chancenlos, noch bevor das Leder rollte. „Das ist legal, so was zu machen. Wenn sie meinen, dass sie das brauchen, okay. Ansonsten bin ich mit dem Einsatz in der ersten halben Stunde zufrieden“, sagte Winnweilers Trainer Klaus Schäfer.

Seine Truppe versuchte, das Bestmögliche rauszuholen. Nach einem Schuss von Sarah Freeman staubte Nina Kasimir sogar zum 1:0 ab (8.). Ein kurzer Höhenflug, dann machten Ruh und Co. ernst. Sechs Buden markierte Marnheim in Hälfte eins – alle durch die Verstärkungen aus der Ersten. „Es war ja klar, dass die für uns nicht zu halten sind“, beklagte Schäfer. Der eminente Unterschied: Die Regionalligaspielerin sieht, wie falsch ihre Gegnerin steht und nutzt das eiskalt aus – das Verhängnis des ASV, der die Marnheimerinnen oft unbewacht ließ. Ruh traf frei zum 1:1 (13.), einen Fehlpass von Keeperin Sylvie Hofmann bestrafte Laura Glaser (18.), Sina Zelt marschierte 70 Meter durch und sorgte für die frühe Vorentscheidung (24.). Ruh (26., 34.) und Glaser (28.) schraubten den Halbzeitstand hoch – weil sie sich im Rücken der ASV-Akteurinnen davon schlichen und goldrichtig standen. Immer wieder. „Gut, dass wir nach dem 0:1 endlich angefangen haben, Fußball zu spielen. Wenn wir nicht so verstärkt gewesen wären, hätte das eine engere Kiste gegeben. Spielerisch war das in Ordnung“, resümierte Hartenbach.

Auf dem Papier war sein FCM, Schlusslicht der Landesliga, Außenseiter. Mit der Startformation aber der haushohe Favorit. Eine Lücke in den Verbandsstatuten, die jeder Verein ausnutzen würde. Als das Finale beim 6:1 gelaufen war, durfte auch mal die „zweite Reihe“: Nach klasse Spielzügen trafen Melanie Osterholzer (55.) und Janine Houfek (65.). Ein lupenreiner Hattrick der eingewechselten Jasmin Hois (75., 82., 85.) sowie Zelt (90.) machten den Deckel drauf. Immerhin: Wenigstens einen kleinen Trost schenkte der FCM den Winnweilerinnen noch, als Heidi Ritterspach die Kugel an Torfrau Nadine Klag vorbei ins eigene Netz spitzelte (66.) – 12:2, den ASV demontiert. Ob es dazu die Übermacht aus der Regionalliga gebraucht hätte, steht in den Sternen. So konnte einem die Mannschaft von Klaus Schäfer – zumindest für den Verbandspokal qualifiziert – aber nur leidtun.

So spielten sie

FC Marnheim II:
Klag - Baumgartl, Buhrmann, Ritterspach, Breunich (60. Hois) - Anja Zelt, Sina Zelt, Höland (70. Stuppy), Osterholzer - Glaser, Ruh (46. Houfek)

ASV Winnweiler:
Hofmann - Jager, Gauer, Limberger, Schäfer - Böhr, Giloi, Freeman, Dingler - Geißler, Kasimir

Tore:
0:1 Kasimir (8.), 1:1 Ruh (13.), 2:1 Glaser (18.), 3:1 Sina Zelt (24.), 4:1 Ruh (26.), 5:1 Glaser (28.), 6:1 Ruh (34.), 7:1 Osterholzer (55.), 8:1 Houfek (65.), 8:2 Ritterspach (66./Eigentor), 9:2 Hois (75.), 10:2 Hois (82./Foulelfmeter), 11:2 Hois (85.), 12:2 Sina Zelt (90.)

Beste Spielerinnen: Ruh, Sina Zelt, Glaser - Giloi, Geißler
Zuschauer: 110
Schiedsrichter: Grünewald (Rüssingen).

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