Rücktritt Buhl-Bohlander

TuS vor Neuausrichtung.

Rücktritt Buhl-Bohlanders beendet Kapitel der Vereinshistorie.

markus buhl bohlanderVor einer Woche hat Markus Buhl-Bohlander seinen Rücktritt vom Amt des Spielleiters beim TuS 07 Steinbach angekündigt. Auf einer gemeinsamen Sitzung teilte er dem Vorstand die Entscheidung mit. Die Saison 2008/09 will Buhl-Bohlander noch zu Ende machen.

Was danach kommt, liegt im Ungewissen. 15 Jahre lang war Markus Buhl-Bohlander Spielleiter beim TuS Steinbach. Mit ihm geht ein Kapitel Vereinsgeschichte zu Ende. Seine Pflichten als Mitglied der Vorstandschaft will Buhl-Bohlander weiterhin erfüllen. Die Leitung der Aktivenfußballer hingegen stellt er nach der Saison zur Verfügung: „Das lässt sich familiär und beruflich nicht mehr machen. In der jetzigen Situation habe ich einfach nicht mehr die Zeit dazu", erklärt Buhl-Bohlander. So plötzlich und spontan die Entscheidung scheinen mag: In Wirklichkeit ist sie das logische Ergebnis eines Prozesses, in dem sich der Noch-Spielleiter Schritt für Schritt von der Mannschaft entfernte.

 

Beruflich stärker eingebunden ist Markus Buhl-Bohlander schon länger. Nach eigenem Bekunden sind es mittlerweile zwei Jahre, in denen er sich nur noch eingeschränkt um die Betreuung der Mannschaft kümmern kann. Die Gedanken an einen Rücktritt wurden immer konkreter. Als sich im Sommer dieses Jahres die Suche nach einem neuen Vorstand schwieriger als erwartet gestaltete, stellte Buhl-Bohlander den Verstand über das Gefühl. In der kritischen Phase entschied er sich für eine weitere Saison als Spielleiter. Jetzt haben die Verantwortlichen des TuS Steinbach über ein halbes Jahr Zeit, einen Nachfolger zu finden. Zeit, die der sportlich angeschlagene Bezirksklasse-Klub gut gebrauchen kann.

Nach der Saison 2007/08 hat der TuS Steinbach einen Totalumbruch erlebt. Fast die komplette „Erste Mannschaft" wurde im Hauruckverfahren ausgetauscht, das sportliche Niveau deutlich abgesenkt. Dazu musste die Vorstandsspitze neu besetzt werden, fand sich lange Zeit kein Nachfolger für Wolfgang Bauer. In dieser angespannten Lage den Spielleiter-Posten zu quittieren, war nicht die Sache von Markus Buhl-Bohlander. Ihm geht es darum, den Übergang möglichst reibungslos einzuleiten. Dass seine Entscheidung die Mannschaft kalt erwischt haben könnte, glaubt er nicht: „Die haben ja mitgekriegt, dass ich schon länger nicht mehr so oft bei ihr bin. Reaktionen habe ich bislang aber noch keine bekommen.

Für den TuS Steinbach macht der Rücktritt von Markus Buhl-Bohlander einen weiteren Akt der Neuausrichtung nötig. Die Besetzung des Spielleiters ist von zentraler Bedeutung. Die Vorstandstruppe um den Vorsitzenden Volker Jendges hat die Wahl: Zwischen einem ähnlich erfahrenen Mann, der für Stabilität und Ruhe bürgt, und einem Jüngeren, der den Neuaufbau persönlich verkörpert. Volker Jendges wird sich im Laufe der Woche dazu äußern. Klar ist: Mit Markus Buhl-Bohlander geht ein Mann, mit dem die Mannschaft des TuS 07 Steinbach große Erfolge feiern konnte.

Unter Buhl-Bohlander stieg der TuS von der Kreis- in die Bezirksliga auf, wurde für technisch hochwertigen Fußball geschätzt und gefürchtet. Dass die jüngste sportliche Talfahrt zumindest eine Nebenrolle bei der Entscheidung Buhl-Bohlanders gespielt hat, dürfte genauso klar sein wie die Tatsache, dass jede noch so gute Beziehung einmal in die Brüche gehen kann. Oder sogar muss.

Zurück