Wertvolle Tipps

Informationsbörse „Spobau“ in der Sportschule in Edenkoben.
„Moderne Anlagen sind wichtig für unsere Sportvereine.“

Mit diesem schlichten Slogan hat der Sportbund Pfalz gestern zur fünften „Spobau“ in die Sportschule Edenkoben eingeladen. Nicht nur ergiebige Referate der Experten standen auf der Agenda, ferner wurde auch ein konstruktiver Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern gepflegt.

Es tummelten sich viele Menschen in den Räumen und Gängen der Sporthochschule in Edenkoben. Alle auf der Suche nach neuen Ideen. Auch der charismatische Alexander Schorle, Oberturnwart der Turngemeinde Neureuth, reiste mit der Hoffnung nach Edenkoben, wichtige Tipps zu erhalten. „Wir planen eine neue Turnhalle. Unsere ist abgebrannt“, sagte Schorle. Sein fragender Blick suggerierte gewissermaßen seine Ratlosigkeit, gibt es doch so viele Fragen – und Antworten. Es ist nicht leicht, sich im Dickicht der „Spobau“-Angebote zurechtzufinden. Aber es ist gut, dass es die Messe gibt. Denn viele Vereine sehen sich früher oder später mit Renovierungsarbeiten konfrontiert. „Modern muss die Halle nicht sein“, stellte Schorle klar. Denn die Frage nach den zur Verfügung stehenden Ressourcen stand ebenso im Raum. Laut Thomas Schramm, stellvertretender Geschäftsführer des Sportbundes Pfalz, gebe es überall Verbesserungspotenzial. Aber ein besonders defizitärer Bereich nehme die bauliche Komponente ein. „Die Infrastruktur muss aufrechterhalten werden. Viele Vereine schieben es vor sich her,“ sagte Schramm. Die Veranstaltung sieht er als richtige und wichtige Anlaufstelle: „Wir garantieren eine tolle Beratung durch Fachleute. Die Frage muss nämlich immer lauten: Wo möchte ein Verein hin?“ Die „Spobau“ liefert die Antworten.

Sozusagen Erste Hilfe leisten möchte Stefan Henn, Koordinator am Institut für Sportstättenentwicklung (ISE), in Trier. Etwa 30 Personen hören sich seinen Vortrag an. Darunter auch Alexander Schorle. Es geht um die „Sport- und Sportstättenentwicklung der Zukunft“. Es müsse die Vereinsphilosophie hinterfragt und die Altersstruktur in den Vereinen sondiert werden, sagte Henn. „ Fünf Kunstrasenplätze und eine Laufbahn sind toll, aber wenn nur ältere Menschen dem Verein angehören, braucht ein Verein das nicht,“ analysierte er. Henn warnte vor Aktionismus und bat die Vereine darum, überlegt zu handeln.

Indessen ist klar: Es ist ein komplexes Thema, mit dem sich die Besucher auseinandersetzen (müssen). Sei es das Thema „Öko-Check“ oder die von Henn präferierte Thematik der Sportstättenentwicklung. Denn den Vereinen muss es auch immer darum gehen, neue Mitglieder zu gewinnen.

Aushängeschilder, die mit vorbildlicher Arbeit glänzen, gibt es laut Schramm indes genug.

„TuS Bedesbach, Olympia Ramstein oder der TuS 07 Steinbach haben tolle Anlagen,“ sagte Schramm. Diese Vereine liefern seines Erachtens eine Blaupause dafür, wie effizient und gut gearbeitet wird. Die „Spobau“ 2016 war ein voller Erfolg. „Wir sind stolz darauf,“ bilanzierte der Chef-Organisator und blickt mit Vorfreude auf das kommende Jahr.

Spobau

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