„Helles“-Steuerwald-Turnier

Spannende Halbfinals beim „Helles“-Steuerwald-Turnier.
Tus wird Turniersieger.

Der TuS Steinbach und der FV Rockenhausen spielen am morgigen Freitag um den Sieg bei der elften Auflage des „Helles“-Steuerwald-Gedächtnisturniers in Gauersheim. Die Fußballer des TuS Stetten und des TuS Bolanden bestreiten das kleine Finale.
Beide Halbfinalspiele fanden nach 90 Minuten keinen Sieger und mussten schließlich durch Elfmeterschießen entschieden werden. In der ersten Vorschlussrundenpartie trafen Stetten und Steinbach aufeinander. Für Lars Igel, der neue Spielertrainer von Stetten, war es wohl ein ganz besonderes Spiel. Vor drei Monaten war er noch Hauptverantwortlicher für das Steinbacher Team. Am Sonntag überraschte Igel alle Fußballexperten in einer ganz neuen Rolle: Er stand als Keeper im Stettener Tor. Und Igel machte seine Sache mehr als ordentlich.Die Partie kam schleppend in die Gänge. Dann hatte der Steinbacher Pascal Weber die erste Torchance: Nach einer schönen Kombination wurde er in halblinker Position sehr gut freigespielt. Lars Igel kam heraus und verkürzte geschickt den Winkel. Der Schuss von Weber ging nur haarscharf am rechten Torpfosten vorbei. Danach gab es zwei ähnliche Szenen für Stetten. Pascal Ruth wurde halbrechts von Niels Baum in die Gasse geschickt. Sein Flachschuss hätte genau in die lange Ecke gepasst. Aber der Steinbacher Torhüter drehte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Eine Unachtsamkeit beim darauffolgenden Steinbacher Spielaufbau brachte Ruth nur wenige Sekunden später in eine ähnliche Schussposition, aber er verzog. Hier wäre es wohl besser gewesen den Ball in die Mitte zum Mitspieler querzulegen.

turnier gauersheimAuch in der zweiten Spielhälfte konnte keine der beiden Mannschaften eine von seinen wenigen Torgelegenheiten in den erlösenden Siegtreffer ummünzen. Das Spiel endete torlos und musste durch Elfmeterschießen entschieden werden. Insgesamt 18 Schützen waren nötig, um den Endspielteilnehmer zu ermitteln. Am Ende hatte Steinbach die etwas besseren Nerven und siegte mit 7:6.

Im zweiten Halbfinalspiel hatte man den Eindruck als wollten die beiden Mannschaften aus Bolanden und Rockenhausen die 150 Zuschauer für die torlose erste Partie entschädigen. Bolanden legte los wie die Feuerwehr und Kevin Blachetzki erzielte mit dem ersten Angriff gleich die Führung. Aber Rockenhausen erzielte schon durch Orkan Kirik (6.) den schnellen Ausgleich. Nur gut zehn Minuten später war die Partie vollkommen gedreht. Felix Möhler schoss das 2:1 für Rockenhausen. Was die Tore betraf, beruhigte sich das Spiel. Aber die Begegnung wurde immer hektischer und zerfahrener. Dies änderte sich auch nicht in der zweiten Hälfte. Der Spielfluss litt unter den vielen Unterbrechungen und vor allen Dingen auch durch die immer häufigeren Diskussionen. Negativer Höhepunkt dann kurz vor Schluss, als ein Bolander Spieler für ein hartes Tackling an der Mittellinie mit dem roten Karton bestraft wurde. Doch in Unterzahl warf Bolanden alles nach vorne und wurde mit dem Ausgleich belohnt. Spielertrainer Christian Bauer rettete seine Mannschaft ins Elfmeterschießen. Dort hatte Rockenhausen das bessere Ende für sich und siegte mit 4:1. Somit stehen sich am Freitag, 18.40 Uhr, Stetten und Bolanden im kleinen Finale gegenüber. Danach spielen Steinbach und Rockenhausen um den Wanderpokal.

Sieg im Elfmeterschießen

TuS Steinbach hat im Finale in Gauersheim die besseren Nerven

Der TuS Steinbach ist der Sieger des 11. Helles-Steuerwald-Gedächtnisturniers in Gauersheim. Der Kreisligist besiegte den FV Rockenhausen nach Elfmeterschießen mit 6:5. Der TuS Bolanden sicherte sich durch einen 3:1-Sieg gegen Stetten Platz drei.

Nachdem sich zwei Stunden vor den Endspielen die letzten Gewitterwolken verzogen hatten, herrschten gute Fußball-Bedingungen. Im Endspiel gingen die beiden Mannschaften von Steinbach und Rockenhausen ohne größeres Abtasten zu Werke. Dabei übernahm zunächst der klassenhöhere FV Rockenhausen das Zepter, Steinbach lauerte dagegen auf Konter und setzte immer wieder kleine Nadelstiche. Mitte der ersten Hälfte musste der neue Steinbacher Spielertrainer Timothy Hanauer verletzungsbedingt ausscheiden. Hanauer war über das ganze Turnier eine treibende Kraft für sein Team gewesen. Seine Vorstöße über die rechte Seite sorgten stets für Gefahr vor den gegnerischen Gehäusen. Folgerichtig kam es nach seiner Verletzung zu einem kleinen Bruch im Steinbacher Spiel. Rockenhausen erspielte sich Möglichkeiten und kurz vor der Halbzeit traf Okan Kirik mit einem Freistoß aus über 30 Metern Entfernung genau in den Torwinkel zum 1:0.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Viele Zuschauer waren noch dabei sich zu stärken und bekamen den Steinbacher Ausgleichstreffer von Sebastian Walther gar nicht mit. Am Spielverlauf änderte sich nicht viel. Beide Mannschaften agierten sehr diszipliniert und ließen nicht mehr allzu viele Großchancen zu. Allein Rockenhausens Kapitän Christian Mohr traf mit einem Freistoß die Latte. Auch sein Teamkollege Christian Döll kitzelte nur Aluminium: Sein 20-Meter-Aufsetzer ging an den Innenpfosten und rollte von dort parallel zur, aber nicht über die Torlinie. So blieb es beim 1:1 und damit musste ein Elfmeterschießen über den Turniersieg entscheiden. Steinbachs Keeper Lukas Schmidt hielt gleich den ersten Elfer von Lukas Müller. Danach trafen May, Bernhardt, Thul und Moritz Scheidel für Steinbach und Basalyk, Mohr, Akten sowie Geib für Rockenhausen. Nun lag es an Steinbachs Pascal Weber, den Turniersieg für seine Mannschaft unter Dach und Fach zu bringen. Er ließ „Aushilfskeeper“ Marco Geib, er gehört normalerweise zur Offensivabteilung keinerlei Chance. Die Steinbacher durften somit jubeln.
Organisator Kai Steuerwald bedankte sich bei den teilnehmenden Mannschaften und vor allen Dingen für das Verständnis der Halbfinalisten, die einem witterungsbedingten Verschieben der Finalspiele zugestimmt hatten.

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