Theaterausflug

Theaterausflug

Drei Tage Köln  -   E  Superjeile Zick  (=Zeit)

Das Steinbacher Dorftheater ist bekanntlich ein kleines Phänomen. Sieht man, was die Truppe jedes Jahr für tolle Bühnenleistungen erbringt und den daraus resultierenden riesigen Zuschauerzuspruch.

Doch anscheinend ist für die Truppe einfacher eine Aufführung zu gestalten als endlich den lang gehegten Plan eines gemeinsamen Ausflugs auf die Reihe zu bringen.
Doch nach Jahren der Planungen und Diskussionen „wo und wann geht der nächste Theaterausflug hin?“ war es diesen November endlich soweit und der Theatergruppe des TuS 07 gelang, was keiner mehr für möglich hielt. Man flog aus und zwar nach Köln am Rhein.

Freitagsmorgens traf man sich und der ein oder andere stellte sich bereits die Frage, „wie wird wohl dieser Ausflug enden?!“ Schließlich hatten einige Mitglieder schon so manches TuS-Ausflugsabenteuer erleben dürfen.

Doch man beruhigte sich schnell mit einem Kölner Spruch „es hät noch immer jut jejange!“, stieg in den Zug ein und stand pünktlich um 12:05 Uhr vor dem imposanten Kölner Dom.

gruppenbild ausflug 08

Nach Bezug der Zimmer im Lindner Hotel am Dom (klasse Schuppen, äh Haus) war es Zeit den Hunger und insbesondere den Durst mit einem Kölsch zu stillen und zwar in Peters Brauhaus, bekannt für gute Küche und freundliche Bedienungen. Das stimmte auch!

Im Reiseführer stand was man in Köln auf keinen Fall tun sollte, nämlich ein Altbier bestellen (wird bekanntlich in Düsseldorf gebraut und Köln – Düsseldorf ist so ähnlich wie Stoabach un Dannefels im Fußball).

Trotzdem einer konnte es  sich nicht verkneifen „gibt’s auch ein Altbier?“ Antwort vom Köbes (Kellner) „mit Altbier spülen wir hier die Gläser!“

Nun denn, das Kölsch schmeckte so gut, dass sich ein kleines Grüppchen gleich noch zu einer Dämmerschoppentour aufmachte, bevor es am Abend ins bekannte Millowitsch-Theater ging zum Stück „Man kennt sich – man hilft sich!“ Auch ein typisch Kölner Spruch und ein tolles Stück mit vielen Lachern.

Es folgte für die Eine oder den Anderen ein unvergesslicher Trip in die schöne Kölner Altstadt unter dem Kölner Motto „et kütt wie et kütt!“   Die Steinbacher lobten die günstigen Getränkepreise. Das „Grundgetränkemittel“ vom Dorftheater den AVERNA gab’s schon für einen 1 € und Leitungswasser sogar umsonst.  Schnell hatte man sich in der Millionenstadt akklimatisiert gemäß § 5 des Kölsche Grundgesetz (KGG) wo es heißt „sei offen für Neuerungen“ wieder auf kölsch „et bliev nix wie et wor!“

Trotzdem waren am nächsten Morgen alle wieder fit. Insbesondere die Damen vom Dorftheater, denn es stand eine Shopping-Tour auf Deutschlands längster Einkaufsmeile auf dem Programm und die männlichen Begleiter dachten an § 7 KGG:  Füge Dich in Dein Schicksal – „wat wellste mache!“

Zum Glück war um zwei Uhr die sehr interessante Stadt- und Domführung und man konnte wiederum feststellen:  Reisen bildet!

Nach dem langen Marsch durch Dom und Stadt meldete sich der Steinbacher ärgster Schmerz. Nein, nicht die Füße, sondern Hunger un Dorscht.

Bei der anschließenden Sitzung in einem Kölner Brauhaus, merkte man auch warum der Köbes (Ober) am liebsten Kölsch an den Mann oder die Frau bringen will, er ist nämlich am Bierumsatz beteiligt.

ausflug 08

Wer etwas anderes als Kölsch bestellte, machte sich den knorrigen Herrn nicht zum Freund. So geschehen.
Köbes: „Also 5 Kölsch und sie?“
Ein Gast vom Steinbacher Dorftheater: „Ich hätte gerne einen Glühwein!“
Köbes: „Dat iss nich ihr Ernst!“
Gast: „Doch, draußen steht an der Tafel, es gibt Glühwein!“
Köbes: „Hammer nich!“
Gast: „Also gut, dann bitte einen Spezi!“
Köbes mit rollenden Augen:  „Jibt‘s hier nich!“
Gast: „Was, kein Spezi? Na denn eine Apfelsaftschorle!“
Der Köbes gibt auf: „Na, meinetwejen!“
Die Wahl zur freundlichsten Kölner Bedienung hat er damit verloren.

Trotzdem klingt auch dieser Abend froh gelaunt in der Altstadt  aus. Bei Kölschen Liedern wie „Viva Colonia“ steht die Kneipe Kopf. Die Zeit ging viel zu schnell rum und der Abreisetag stand schon an. Viele nutzten den Tag noch mit einem Besuch des Schokoladenmuseums oder des Olympischen Sportmuseums.

Nach einem letzen Kölsch musste man zum Zug mit der Entscheidung, die bei vielen Kölnern für Erleichterung sorgte „mir losse de Dom in Kölle, denn do jehöt hä hin!“ Und mit der einstimmigen Feststellung: „Kölle - Du bes e Jefühl!“

Wir kommen bestimmt wieder!

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