1. Mannschaft VfL Kaiserslautern gegen TuS 1907 Steinbach

Bericht zur aktuellen Saison 15/16

Ergebnis: 4 : 3

Halbzeit ( 1:3 )

 Pokalaus im Halbfinale

Heiß auf den Kreispokal

Im Halbfinale will der VfL Kaiserslautern den favoriten Steinbach ausschalten.

„Das Unmögliche möglich machen.“

Das will der VfL Kaiserslautern am heutigen Mittwoch gegen den TuS Steinbach in der zweiten Halbfinalpartie des Kreispokals schaffen (Anpfiff: 18.30 Uhr). Auch wenn die in der C-Klasse spielenden Lauterer in dieser Pokalpartie Heimrecht besitzen, treten sie doch als krasse Außenseiter gegen den Tabellenführer der A-Klasse an.

„Auf einen stärkeren Gegner hätten wir im Halbfinale nicht treffen können“, bekundet der Trainer des VfL, Filipe Pinto, Respekt vor dem TuS, der souverän an der Spitze seiner Klasse steht. Doch Pinto und seine Mannschaft sind fest entschlossen, vor eigenem Publikum dem auf dem Papier übermächtig erscheinenden Widersacher einen harten Kampf um den Einzug ins Endspiel zu liefern. Da wird dann das heute siegreiche Team auf den FC Otterbach treffen, der sich durch einen 2:1-Erfolg gegen die TSG Trippstadt bereits für das Finale qualifiziert hat, das am Sonntag, 1. Mai, in Alsenborn steigt (17 Uhr). Dass der VfL sich vor klassenhöheren Teams nicht verstecken muss, bewies er bei seinem Viertelfinalsieg über den zur A-Klasse gehörenden SV Katzweiler. Mit 4:1 setzte sich damals die Pinto-Truppe durch. An Selbstbewusstsein mangelt es Pinto und seiner Elf nicht. „Wir sind seit 17 Spielen ungeschlagen“, unterstreicht Pinto die eigene Stärke und spricht klar aus, was er mit seinem Team in dieser Saison erreichen will: „Wir wollen Meister werden und den Pokal gewinnen.“ Wie Steinbach ist auch der VfL Tabellenführer, aber in der zwei Stufen tiefer angesiedelten C-Klasse.

Ob der Außenseiter in Bestbesetzung zum Pokalkampf antritt, ist noch nicht klar. Steht doch hinter dem Einsatz des Angreifers Zaman noch ein Fragezeichen. Er leidet unter einer Zerrung. Kurz vor dem Spiel, so Filipe Pinto, werde er entscheiden, ob er den Topstürmer bringt, der in den bisherigen 22 Ligapartien 29 Treffer erzielte und damit auf Platz zwei der Torschützenliste steht. Alle anderen VfL-Akteure sind fit und „heiß auf das Pokalspiel“.

TuS Steinbach unterliegt VfL Kaiserslautern nach 3:0-Führung mit 3:4 – Rot für Szaszorowski und Orthen
Kaiserslautern.

vfl kaiserslautern steinbach po 15 16

Bittere Enttäuschung beim TuS Steinbach: Das Kreispokalfinale am 1. Mai findet ohne seine Beteiligung statt. C-Klassist VfL Kaiserslautern gelang gestern Abend eine dicke Pokalüberraschung. Gegen den favorisierten TuS setzte sich der krasse Außenseiter mit 4:3 (1:3) durch und steht im Endspiel.

In der ersten Halbzeit zeigten sich die Steinbacher als die tonangebende Mannschaft. So hatte der VfL Glück, dass Steinbachs Torjäger Kevin Bernhardt in der elften Minute mit seinem Schuss am Innenpfosten scheiterte und auch Teamkollege Sebastian Walther nur sechs Minuten später den Ball an den Pfosten setzte. Was ihm da nicht vergönnt war, schaffte Walther (30. Minute) per Freistoß. Aus etwa 30 Metern traf er zum 1:0 für den TuS.Dabei machte der VfL-Keeper Marco Rheinfrank keine gut Figur, und auch beim 2:0 (36.) sah er schlecht aus. Beim Versuch, den Ball von der Linie zu kratzen, beförderte er ihn in den eigenen Kasten. Nur eine Minute später stand es 3:0. TuS-Stürmer Nico Hammel wurde von Rheinfrank angeschossen, und der Ball landete im Tor.

Kurz vor der Pause konnte der VfL etwas Hoffnung schöpfen. Steinbachs Lukasz Szaszorowski hatte im Strafraum gegen Zaman die Notbremse gezogen und sah dafür Rot. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte zum 1:3 (44.). In der zweiten Hälfte begann sich das Blatt zu wenden: Mit einem sehenswerten Freistoßtor (66.) gelang Mostafa Ghasemi das 2:3, und Maxime Kounibissi (77.) erzielte das 3:3. Die Vorlage kam von Zaman. Der avancierte spätestens in der Nachspielzeit zum Matchwinner, als er den umjubelten 4:3-Siegtreffer für seinen VfL schoss (94.). Nach dem Abpfiff sah der Steinbacher Nicolas Orthen wegen Unsportlichkeit die Rote Karte.

„Wir haben alles gegeben und sind belohnt worden“, sagte VfL-Trainer Filipe Pinto nach der Pokalsensation. Und Steinbachs Spielertrainer Timothy Hanauer erklärte: „Die Rote Karte hat uns aus dem Konzept gebracht.“

So spielten sie

VfL Kaiserslautern:
Rheinfrank - Tsemo Kom - Kounibissi, Tchapda - Baygus ( 61. Jungmann), Belghith, Ghasemi, Keutchapa, Siering, Mosavi - Zaman

TuS Steinbach:
Schmidt - Windecker, Szaszorowski, Orthen, Altergott - Kladnicanin - Hanauer, Walther, Müller - Hammel (46. Scheidel), Bernhard

Tore: 0:1 Walther (30.), 0:2 Rheinfrank (36. Eigentor), 0:3 Hammel (37.) 1:3 Zaman (44., Foulelfmeter), 2:3 Ghasemi (66.), 3:3 Kounibissi (77.), 4:3 Zaman (90.+4)

Gelbe Karten: Belghith, Mosavi

Rote Karte: Szaszorowski (44./Notbremse), Orthen (Unsportlichkeit)

Beste Spieler: Zaman, Ghasemi - Hanauer, Walther

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Heimers (Orbis).

Extreme Pokalemotionen

Filipe PintoSolche Pokalgeschichten lieben die Fußballfans. Wenn ein krasser Außenseiter gegen einen haushohen Favoriten antritt und gewinnt. Das gelang am Mittwochabend gleich zwei Vereinen für Leibesübungen, dem VfL Wolfsburg in der Champions League gegen die Königlichen aus Madrid und dem VfL Kaiserslautern im Kreispokal gegen den TuS Steinbach. Auch wenn zwischen den beiden VfL-Mannschaften Fußballwelten liegen, so ließen doch beide Pokalpartien die Emotionen der Spieler, Trainer und Anhänger auf der nach oben offenen Gefühlsskala in Extrembereiche steigen. „Unsere Fans sind nach dem Schlusspfiff auf den Platz gelaufen, alle waren aus dem Häuschen.“ So schildert der Trainer des VfL Kaiserslautern, Filipe Pinto, die Jubelszenen nach dem Triumph seines Teams im Halbfinale des Kreispokals.

 

Eigentlich habe er gedacht, im Fußball schon alles erlebt zu haben, sagt der 37-jährige Lauterer mit den portugiesischen Wurzeln. Aber so ein Spiel dann doch noch nicht. Ja, selbst ein Hitchcock hätte das Drehbuch zu diesem Pokalkrimi nicht spannender schreiben können.

Da empfängt das in der C- und damit in der tiefsten Klasse spielende Kaiserslauterer Team den souverän die Tabelle der A-Klasse anführenden TuS Steinbach. Und zunächst sieht auch alles nach einem lockeren Favoritensieg aus. Steinbach geht mit 3:0 in Führung und hat die Partie da wohl schon abgehakt. Zu früh. Denn der Underdog stemmt sich gegen die Niederlage, verkürzt auf 1:3, 2:3, schafft den Ausgleich und schießt in der Nachspielzeit den Siegestreffer zum 4:3. Die Pokalsensation ist perfekt, der VfL schwebt im siebten Fußballhimmel.

Vor dem Spiel hatte Pinto davon gesprochen, mit seiner Elf das Unmögliche möglich machen zu wollen. Das ist ihm mit dem Einzug ins Endspiel gelungen.

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