A- und B-Klasse 27 aus neun; Kreispokal-Viertelfinale

Bericht zur aktuellen Saison 15/16

Ergebnis: 1 : 3 n.V.

Halbzeit ( 0:1 )

SG Appeltal und der „neue“ TuS Steinbach "Bitburger Kreispokal"

Der souverän Vorjahresmeister TuS 07 Steinbach aus der B-Klasse Kaiserslautern, setzt sich gegen den souverän Vorjahresmeister SG Appeltal aus der C-Klasse Kaiserslautern, im Bitburger Kreispokal, erst in der Verlängerung durch.

A-Klasse schlägt B-Klasse

Steinbach zieht durch 3:1 gegen SG Appeltal ins Kreispokal-Halbfinale ein. Nach nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, dann setzte sich der Favorit am Ende durch: Im Kreispokal-Viertelfinale hat der TuS Steinbach die SG Appeltal in der Verlängerung mit 3:1 besiegt. 120 intensive, teils hektische Minuten sahen die rund 200 Zuschauer am Mittwochabend auf dem Forstberg. Ein ebenfalls knappes Pokal-Aus musste der TuS Dannenfels hinnehmen: 0:1 unterlag die Mannschaft von Rainer Florschütz dem B-Klasse-Nord-Primus TSG Trippstadt.

appeltal steinbach pokal 15 16

Lothar Kreis war in Rage. Schnurstracks marschierte er unmittelbar nach Spielende eines packenden Pokalspiels auf Schiedsrichter Marcel Mai zu und geigte ihm ordentlich seine Meinung. Was den Trainer, Fans und Spieler der SG Appeltal mächtig aufwühlte, war die Leistung des Referees: „Unglaublich, welche Entscheidungen er getroffen hat“, so Kreis, der sich am nächsten Morgen im Gespräch mit der RHEINPFALZ wieder beruhigt hatte. Doch die Sache lag ihm noch deftig im Magen: Ungeahndete Fouls im Mittelfeld, eine Gelb-Rote Karte für einen noch nicht verwarnten Spieler (Mai zog den Feldverweis dann aber zurück) oder ein indirekter Freistoß, der Sekunden vor Schluss zum 3:1 für Steinbach führte. Fakt ist, und das betont auch Kreis als fairer Verlierer: „Spielentscheidend war der Schiedsrichter nicht.“ Dennoch vergehe ihm so der Spaß am Fußball.Auch TuS-Spielertrainer Timothy Hanauer, der seine Elf im Vergleich zum vorigen Meisterschaftsspiel auf neun Positionen veränderte, konnte viele Entscheidungen des Unparteiischen nicht nachvollziehen. Sein Innenverteidiger Dawid Szaszorowski, Kopf der blutjungen Steinbacher, brachte die forsch beginnenden Gäste in der siebten Minute mit einem tollen Freistoßtreffer aus knapp 20 Metern in den Winkel in Führung. Max Schreiber leistete die fabelhafte Vorarbeit, musste nach dem Foulspiel aufgrund einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Nico Hammel (22.) und kurz darauf Fabian Zäuner verpassten es, aus aussichtsreichen Positionen nachzulegen und die Fehler der noch schläfrigen Appeltaler Hintermannschaft auszunutzen. Die Gastgeber, die kurzfristig auf Angreifer Tobias Scheid und Verteidiger Mikel Tomschin verzichten mussten, strahlten aus dem Spiel heraus nur in Form vom unermüdlich rackernden Stoßstürmer Tobias Engert Gefahr aus. Seine Abschlüsse im ersten Durchgang aber waren zu unplatziert. Appeltals Außenverteidiger Oliver Hahn scheiterte mit einem Freistoß an der Latte (33.).

In Halbzeit zwei kam von Steinbach bis auf einen strammen Freistoß Szaszorowskis offensiv nichts mehr. Die SGA gab den Ton an, hatte mehr Ballbesitz und glich durch Engert (52.) verdientermaßen aus. Fünf Minuten später wurde eine Freistoßflanke Hahns, die im Tor landete, wegen Abseits zurückgepfiffen. Dem B-Klassen-Spitzenreiter gelang es nicht, nicht aus der optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Kevin Kreis legte sich allein vor Torhüter Simon Tomas den Ball zu weit vor, Engert übersah besser postierte Mitspieler.

In der Verlängerung wurde der eingewechselte Lukas Scheidel zum Matchwinner. Ein cleveres Zuspiel von Hammel schob er im Strafraum eiskalt zur erneuten Führung ein (98.). SGA-Innenverteidiger Christopher Mecking sah kurz vor Schluss wegen Unsportlichkeit die Rote Karte, bevor Szaszorowski den indirekten Freistoß zum 1:3 in die Maschen setzte. „Ich bin nicht unzufrieden. Diese erste Heimniederlage im Pokal ist aber ärgerlich. Bei einigen Leuten von uns haben zwanzig Prozent gefehlt. Steinbach hat einen sehr großen Kader“, sagte Kreis, der dem TuS nun den Titel gönnt. Kollege Hanauer war froh, dass seine Rotation und der Verzicht von mehreren gesetzten Größen aufgegangen war: „Die Jungs hatten es schwer, Appeltal steht zu Recht in der B-Klasse oben. Da wir keine Großchance zugelassen haben und vorne effektiver waren, ist der Sieg verdient.“

So spielten sie:

TuS 07 Steinbach:
Simon Tomasa, Max Schreiber (10. Moritz Scheidel), Tobias Linzert, Nico Hammel, Florian Mergler, Damir Kladnicanin, Tim Schreiber, Fabian Zäuner, (62. Lukas Scheidel) David Lukasz Szaszorowski (60. Dennis Windecker), Dennis Rico Kladnicanin, Tim Klingkowski.

Ersatz:
Lukas Schmidt, Dennis Windecker, Moritz Scheidel, Lukas Scheidel.

Tore:
0:1 David Lukasz Szaszorowski (7. Minute)
1;1 Tobias Engert (52. Minute)
1:2 Lukas Scheidel (97. Minute)
1:3 David Lukasz Szaszorowski (120. Minute)

Trainer: Timothy Hanauer
Betreuer: Wolfgang Scheidel

Schiedsrichter: Marcel Mai
Zuschauer: 200

Was hatten der TuS Steinbach und die SG Appeltal vor dieser Begegnung gemeinsam?

Derzeit einiges. Beide sind Aufsteiger, wurden in der vergangenen Runde souverän Meister. Steinbach in der B- und Appeltal in der C-Klasse. Beide führen auch eine Etage höher die Tabelle an. Beide haben aus den sieben Saisonspielen die Maximalpunktzahl von 27 erreicht. Sowohl Steinbach als auch Appeltal spielt mit der fast identischen Mannschaft wie in der vergangenen Runde. Nur punktuell hat man sich verstärkt. TuS-Spielertrainer Timothy Hanauer fungiert in seinem zweiten Jahr in Steinbach auch als „Kindergärtner“. Der Großteil seiner Mannschaft ist gerade erst 18, 19 oder 20 Jahre alt. Der Kader ist in der Breite und Spitze gut. Beim 2:1 gegen Mehlingen am Samstag kam dann auch noch das Glück des Tüchtigen dazu. Torjäger Kevin Bernhardt erzielte quasi mit dem Schlusspfiff das Siegtor. Etwas erfahrener ist da schon Lothar Kreis, Trainer der SG Appeltal – sein Kader aber wesentlich dünner. Ein Unterschied. Doch beide haben Erfolg. Die Siegesserie zum Start: beeindruckend. Ein Ausrufezeichen. Stand jetzt: Sind Steinbach und Appeltal weiterhin so hungrig, haben sie große Chancen, den zweiten Aufstieg in Folge zu feiern. Ein Kräftemessen zwischen beiden steigt am Mittwoch den 30 September um 19:30 Uhr. Im Viertelfinale des Kreispokals empfängt die SG Appeltal, Vorjahresfinalist, den TuS Steinbach. Spätestens dann wird eine Siegesserie – zumindest was die Pflichtspiele betrifft – reißen…

Es ist das Duell der beiden souveränen Meister, Aufsteiger und punktverlustfreien Tabellenführer:
B-Klassen-Primus SG Appeltal fordert heute Abend (19.30 Uhr) im Viertelfinale des Kreispokals A-Klasse-Spitzenreiter TuS Steinbach heraus. Beide Teams weisen mit neun Siegen aus neun Saisonspielen und dem Weiterkommen im Pokal eine makellose Bilanz auf. Appeltal hat noch nie ein Pokalheimspiel verloren. SGA-Trainer Lothar Kreis hofft auf dem heimischem Hartplatz am Münsterappler Forstberg auf eine 50:50 Chance. „Steinbach marschiert durch die A-Klasse, hat eine junge, temporeiche Truppe und ist klarer Favorit. Dennoch gehen wir mit einer breiten Brust ins Spiel und hoffen natürlich, unseren Heimvorteil wieder nutzen zu können. Respekt ist da, aber keine Angst. Wir verstecken uns nicht.“ Kreis rechnet damit, dass die Gäste auf ein frühes Tor spielen. „Wir dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen und wollen früh attackieren“, so Kreis, der auf Mittelfeldspieler Daniel Berg (Nasenbeinbruch) verzichten muss. Dafür steht Torjäger Tobias Engert nach längerer Pause wieder zur Verfügung. Die Kreis-Truppe ist jedenfalls bis in die Haarspitzen motiviert: „Das Ziel ist das Halbfinale, um nächste Saison wieder im Verbandspokal an den Start zu gehen.“

Jedes Spiel zu gewinnen, sei es ein Saison-, Pokal- oder Testspiel, ist auch das Bestreben des „neuen“ TuS Steinbach. Spielertrainer Timothy Hanauer, der im zweiten Jahr am Donnersberg die Fäden zieht, trifft heute Abend auf eine Reihe alter Kollegen, mit denen er beim TuS Nieder-Wiesen/Oberwiesen gespielt hat. „Es wird mit Sicherheit ein hitziges Duell. Appeltal hat viele Akteure dabei, die schon höherklassig gespielt haben, und ist uns in Sachen Erfahrung voraus.“ Hanauer kündigt an, seine Elf im Vergleich zum 2:0-Derby-Erfolg gegen den FV Rockenhausen ordentlich umzukrempeln. „Wir werden höchstwahrscheinlich elf neue Spieler aufbieten. Es ist die Chance für jeden Einzelnen, sich zu zeigen, um für kommende Punktspiele in die Startelf zu rutschen.“

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