Lauermann folgt auf Hanauer

Spielertrainer vom TuS Steinbach tritt aus beruflichen Gründen kürzer.

Paukenschlag beim Fußball-Bezirksligisten TuS Steinbach:

Spielertrainer Timothy Hanauer hat sein Amt beim aktuellen Tabellenvierten mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ein Nachfolger steht mit Martin Lauermann schon fest. Der bisherige Co-Trainer soll bis zum Rundenende die Mannschaft betreuen.

Timothy Hanauer  Lauermann Martin

„Ich bin in meinem eigenen Unternehmen sehr eingespannt. Im letzten halben Jahr ist die Arbeit immer mehr geworden. Trainer beim TuS Steinbach sein und Job, beides ließ sich nicht mehr richtig vereinbaren“, sagte Timothy Hanauer gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ und ergänzte: „Bevor der Verein und der Beruf leidet, habe ich deshalb die Entscheidung getroffen, das Amt abzugeben. Der Vorstand war natürlich nicht einverstanden, musste es aber letztlich so hinnehmen. Ich war zweieinhalb Jahre hier in Stenbach tätig. In dieser Zeit sind wir zweimal aufgestiegen, und in der Bezirksliga sieht es mit Platz vier auch wieder gut aus. Diese Entscheidung ist mir deshalb sehr schwer gefallen und natürlich auch irgendwie bedauerlich.“ Hanauer will sich erst einmal komplett vom Fußball zurückziehen. Bei der Suche nach seinem Nachfolger war Hanauer aber noch involviert. „Martin Lauermann ist ja seit dem Sommer bei uns. Er war die Runde über mein Co-Trainer, sozusagen meine rechte Hand, und hat auch schon Trainingseinheiten geleitet in der Zeit, in der ich abwesend war. Ich denke, er ist die perfekte Lösung“, sagte der scheidende Steinbacher Spielertrainer. Lauermann sagte indessen: „Timothy hatte mich im Sommer gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, ihn zu unterstützen. Nachdem er nun beruflich kürzer treten musste, ist die Vorstandschaft an mich herangetreten und hat gefragt, ob ich mir das Cheftraineramt vorstellen könnte.“ Nachdem er sich bei seiner Frau vergewissert habe, ob das in Ordnung ist, und sie ihm grünes Licht gab, habe er zugesagt.

Der 51-jährige Lauermann trainierte vor seinem Engagement den TuS Göllheim und arbeitete in der Vergangenheit bei Wormatia Worms im Trainerstab. „Wir stehen momentan auf dem vierten Tabellenrang, haben noch ein Nachholspiel. Ich denke, wir können oben mitspielen“, sagte Lauermann. Steinbach hat momentan sieben Punkte Rückstand auf Platz eins.

Für Steinbachs Ersten Vorsitzenden Gernot Breitenbruch ist der Wechsel zu Lauermann die „beste Lösung“. Gegenüber der RHEINPFALZ sagte er: „Natürlich hätte ich es gerne gehabt, dass Timothy Hanauer die Runde als Trainer beendet hätte. Vor allem bei der aktuellen Tabellensituation. Aber seine Begründung für die Entscheidung ist nachvollziehbar. Er hat als Unternehmer ja auch Verantwortung für seine Beschäftigten. Wir mussten das nun so machen.“ Für den Vereinsvorsitzenden war es „in dieser Situation natürlich ein absoluter Glücksfall, dass Martin Lauermann schon seit der Vorrunde bei uns tätig war. Dass er das Amt nun übernimmt, darauf haben wir gehofft. Schön, dass es geklappt hat.“ Breitenbruch sagte, er sei gespannt, ob der TuS Steinbach weiterhin vorne mitspiele. „Wenn nicht, wäre das aber kein Beinbruch, der Abstieg dürfte ja kein Thema mehr sein.

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