1. Mannschaft TuS 1907 Steinbach gegen FC Weilerbach

Bericht zur aktuellen Saison 16/17

Ergebnis: 2 : 0

Halbzeit ( 1 : 0 )

TuS Steinbach ohne Druck
Trainer Lauermann:
 „Wir müssen nicht aufsteigen, aber wenn ...“

steinbach weilerbachMit großen Schritten nähert sich die Bezirksliga Westpfalz dem Saisonende. Morgen, 15 Uhr, trifft der TuS Göllheim auf TSG Kaiserslautern, die SG Kirchheimbolanden/Orbis fährt zum TV/SC Hauenstein II. Während Kibo/Orbis gute Chancen hat, den Klassenverbleib zu sichern, braucht Göllheim im Abstiegskampf jeden Punkt. Der Tabellendritte TuS Steinbach empfängt morgen, 15.30 Uhr, FV Weilerbach.

Der TuS Steinbach hat sich durch das gewonnene Nachholspiel gegen die SG Jettenbach den dritten Platz in der Tabelle erkämpft, mit zwei Punkten Rückstand auf den FC Fehrbach und fünf Punkten Abstand zu Spitzenreiter VfB Reichenbach. „Wir müssen nicht, aber wenn wir schon da stehen, dann denkt man doch ab und zu Richtung Aufstieg“, sagt Trainer Martin Lauermann. Der Mannschaft will er nach der guten Saison keinen Druck machen, trotzdem sei der FV Weilerbach eine gefährliche Mannschaft, und das Spiel werde kein Selbstläufer. Mit einer hundertprozentigen Einstellung soll dennoch ein Sieg drin sein. Bei Steinbach sind bis auf Jan-Eric Barz alle Spieler fit.

Die schwere Verletzung von Steinbachs Torjäger Kevin Bernhardt, der sich einen Schien- und Wadenbeinbruch in der 42. Minute zuzog, überschattete die Partie, die daraufhin eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. Bernhardt hatte zuvor noch in der 32. Minute zur 1:0-Führung getroffen. In der umkämpften Partie flog dann Christopher Lamprecht zehn Minuten vor dem Ende mit Gelb-Rot vom Platz, ehe Daniel Mergler in der 89. Minute zum 2:0 traf.

BezirksligaSchrecksekundeWenn Martin Lauermann an den Sonntag denkt, läuft es ihm eiskalt den Rücken runter. Noch immer. Dann hat er das Krachen im Ohr. „Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Ein Knall wie ein Peitschenhieb“, so der Trainer von Bezirksliga-Spitzenklub TuS Steinbach. In der 43. Minute will Top-Goalgetter Kevin Bernhardt, Lauermanns 34-Buden-Mann und die personifizierte Torgarantie, abziehen – als ihn ein Weilerbacher Akteur beim Abschirmversuch mit offenen Stollen nicht am Fuß, sondern einige Zentimeter weiter oben trifft. Bernhardt zieht mit einer Wucht durch, dass Schien- und Wadenbein brechen. „Ich hab’ in der Luft schon gemerkt, dass es gebrochen ist“, sagt der Stürmer, der am Sonntagabend drei Stunden lang operiert wurde und sich vorgestern selbst aus dem Krankenhaus entließ. Zwei Nägel und zwei Schrauben halten den Schienbeinknochen jetzt zusammen, zwölf bis 18 Monate, so die Ärzte, müsse er pausieren. Bernhardts Ziel: Ab nächster Rückrunde will er wieder netzen. „Ich bin Sportler und hab’ keine ruhige Sekunde im Arsch. Warum soll ich jetzt Trübsal blasen? Mich kriegt man nicht klein“, betont der Sturmtank. Kurz nach dem Horror-Crash versammelte er alle Spieler um sich – und befahl, die Führung bloß nicht herzuschenken. „Da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut“, schildert Lauermann. „Die Mannschaft will die letzten Spiele für ihn holen.“ Nur zwei Punkte sind es bis zum Relegationsplatz. Klar, den 07ern fehlt die Tormaschine. Aber so ein Vorfall kann ein Team auch zusammenschweißen, eine Magie entfachen. „Die sollen ja Gas geben“, witzelt Bernhardt zu Hause auf der Couch. Sollte der TuS als Aufsteiger jetzt hochgehen, wäre das die größte Geschichte des Donnersberger Fußballs.

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