1. Mannschaft SV Gundersweiler gegen TuS 1907 Steinbach

Bericht zur aktuellen Saison 18/19

Ergebnis: 2 : 7   

Halbzeit ( 1 : 1 )

"Derby, es gibt keine Favoriten"

Spiel der Woche: Bezirksliga, SV Gundersweiler - TuS Steinbach, morgen 15 Uhr

Michael Hammerschmidt, Spielertrainer SV Gundersweiler

„Unsere letzten Spiele waren zwischen Himmel und Hölle. Für einzelne Spiele können wir uns gut motivieren. Wenn der Gegner vermeintlich stärker ist, sind wir sehr motiviert und geben alles, bei vermeintlich schwächeren Gegnern geben wir aber auch mal ein paar Prozent weniger. Dann reicht’s meist nicht, und man geht unter – so wie gegen Hinterweidenthal. Bis auf einen Urlauber können wir am Sonntag gegen Steinbach auf alle zurückgreifen. Den TuS habe ich schon vor der Saison als eine der Mannschaften gesehen, die vorne mitspielen werden. Sie sind defensiv sehr stabil und im Konter sehr stark. Da müssen wir aufpassen und unser Augenmerk drauf legen. Unsere Stärke liegt ganz klar in der Offensive. Da zählen wir zu den Top-Mannschaften. Bisher bin ich mit dem Saisonverlauf zufrieden. Laut Tabelle sind wir bisher der stärkste Aufsteiger. Wir haben einige Punkte unnötig verschenkt, andere Spiele aber auch verdient verloren. Die nächsten drei Wochen stehen für uns nun Derbys an. Das sind lauter Spiele, in denen es keine Favoriten gibt – vielleicht auf dem Papier, aber sobald der Schiedsrichter angepfiffen hat, geht es nur noch darum, wer das Spiel mehr gewinnen will. Derjenige wird das Spiel für sich entscheiden.“

Timothy Hanauer, Spielertrainer TuS Steinbach

„Gegen Rockenhausen war ich absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, mit dem 0:0 gegen Kibo/Orbis nicht ganz. Aber das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Morgen in Gundersweiler werden bei uns alle Spieler dabei sein, abgesehen von Enes Ülkü. Er hat am Mittwoch in der zweiten Mannschaft ausgeholfen und sich den Zeh gebrochen. Nun wird er mindestens acht Wochen ausfallen. Gundersweiler ist schwierig einzuschätzen. Wenn ich mir ansehe, wie sie die letzten Wochen gespielt haben – das war ein Hoch und Tief. Ich denke, gegen Hinterweidenthal haben sie sich unter Wert verkauft. Das wird ihnen nicht noch einmal passieren. Nichtsdestotrotz werden wir wieder leicht favorisiert in das Spiel gehen. Aber unsere Spieler kommen damit klar, wir sprechen auch oft darüber. Das sind alles clevere Jungs. Noch ist nichts erreicht. Nur ein gutes Spiel gegen Rockenhausen reicht nicht aus. Natürlich müssen wir morgen auf Michael Hammerschmidt aufpassen. Aber es wäre auch Wahnsinn, sich nur auf ihn zu konzentrieren. Da sind noch zehn andere Spieler auf dem Platz, die uns das Leben zur Hölle machen wollen. Ich gehe eher von einer mannschaftlich geschlossenen Leistung aus.“

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An die Wand gespielt

TuS Steinbach bezwingt SV Gundersweiler in der Bezirksliga mit 7:2

Dieser Sieg war hochverdient: 7:2 hat der TuS Steinbach das Bezirksliga-Derby gegen den SV Gundersweiler klar für sich entschieden. Nach relativ ausgeglichener erster Hälfte waren beide Mannschaften mit einem gerechten 1:1 in die Pause gegangen. Doch in der zweiten Hälfte spielte der Gast den SVG in einer guten halben Stunde fast an die Wand. In den letzten 20 Minuten hatte die Heimmannschaft nichts mehr entgegenzusetzen. Dabei fing es für den SVG gut an. Bereits in der 11. Minute nutzte Torjäger Michael Hammerschmidt einen Abpraller vom Torhüter und markierte das 1:0. Die Führung hielt aber nur bis zur 21. Minute, als der Steinbacher Kapitän David Szaszorowski einen sehenswerten direkten Freistoß über die Mauer platziert ins linke untere Eck schoss – unhaltbar für Torhüter Kevin Heske. In der Folge hatte Steinbach etwas mehr vom Spiel und kam häufig mit Flanken von außen, generierte aber nur Halbchancen oder blieb an der Abwehr hängen. Kurz vor der Pause hätte Hammerschmidt die Führung für den SVG erzielen müssen, als er einen Konter aus vollem Lauf mit einem fulminanten Schuss abschloss – knapp rechts oben am Tor vorbei.Zu Beginn der zweiten Hälfte war Gundersweiler zunächst am Drücker und inszenierte einige gute Angriffe; man merkte der Mannschaft an, dass sie sich in der Pause etwas vorgenommen hatte. Da aber nichts Zählbares heraussprang, verpufften die Angriffsbemühungen. Stattdessen kassierte der SVG in der 60. Minute nach einem Konter der Gäste das zweite Gegentor. Danny Schulz legte von außen in die Mitte zu Marvin Goedtel ab, der mit einem harten Schuss ins linke obere Eck abschloss. Eine Minute später legten die Gäste nach. Dennis Kladnicanin verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter, hatte aber auch ein bisschen Glück. Gundersweilers Torhüter Heske wäre fast noch an den zwar präzise, aber nicht allzu hart geschossenen Ball gekommen. In der 65. Minute schöpften die Hausherren noch einmal Hoffnung. Nach einer Ecke bekamen die Steinbacher den Ball nicht vom Tor weg, und erneut war es Hammerschmidt, der aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer zum 2:3 markierte. Als aber Elias Throm ebenfalls aus einem unübersichtlichen Gewühl heraus das vierte Tor der Gäste erzielte und damit den alten Abstand wieder herstellte, lief bei Gundersweiler nicht mehr viel zusammen. Neun Minuten später markierte Christian Graumann aus dem Lauf heraus das 2:5. Kurz danach schwächte sich der SVG noch zusätzlich: Jochen Gress bekam die Rote Karte gezeigt. Der Grund war von außen zunächst nicht ersichtlich. Erst später wurde bekannt, dass offenbar eine Beleidigung des Schiedsrichters der Entscheidung vorausgegangen war.

Hammerschmidt versuchte sein Team noch einmal lautstark aufzurütteln, aber von den verbliebenen zehn Mann war nun keine große Gegenwehr mehr zu sehen. Innerhalb von drei Minuten fielen die letzten beiden Gästetore: zunächst durch Danny Schulz in der 85. Minute mit einem schönen Drehschuss, in der 88. Minute verwandelte dann Sebastian Walther einen weiteren berechtigten Foulelfmeter.

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Michael Hammerschmidt erkannte die Überlegenheit der Gäste speziell in der zweiten Hälfte an. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause zeigte sich der SVG-Spielertrainer eigentlich zufrieden, sagte aber auch: „Mit dem, was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, kann man eine Mannschaft wie TuS Steinbach nicht in Gefahr bringen.“

Gästetrainer Timothy Hanauer äußerte sich hochzufrieden über sein Team und lobte die geschlossene Mannschaftsleistung. Er tat sich schwer mit der Frage nach den besten Spielern: „Eigentlich müsste man hier die gesamte Mannschaft anführen.“ Eines war ihm besonders wichtig: Sieben verschiedene Torschützen standen am Sonntag zu Buche – Steinbach ist auch in der Breite gut aufgestellt.

So spielten sie

SV Gundersweiler: Heske, Tobias Basalyk, Gress, Gramsch, Sajoscha Basalyk, Fingerhut, Wasem, Ayikbaba (46. Paul), Hammerschmidt, Steer, Bäcker (75. Schiff).

TuS Steinbach: Hunter, Müller (70. Becker), Throm, Szaszorowski, Kladnicanin (82. Özhan), Orthen, Frey (63. Windecker), Goedtel, Graumann, Walther, Schulz.

Tore:  1:0 Hammerschmidt (11.), 1:1 Szaszorowski (21.), 1:2 Goedtel (60.), 1:3 Kladnicanin (61./FE), 2:3 Hammerschmidt (65.), 2:4 Throm (69.), 2:5 Graumann (78.), 2:6 Schulz (85.), 2:7 Walther (88./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Frey (51.), Sajoscha Basalyk (56.), Becker (76.)

Rote Karte: Gress (78.)

Beste Spieler: Tobias Basalyk, Hammerschmidt, Ayikbaba, Throm, Szaszorowski, Schulz

Zuschauer: 180

Schiedsrichter: Florian Stahl (Zweibrücken).

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