1. Mannschaft TuS 1907 Steinbach gegen SG Finkenbach/​Mannweiler/​Stahlberg (PO)

Bericht zur aktuellen Saison 19/20

Ergebnis:  4 : 0

Halbzeit ( 2 : 0 )

Souveräne Steinbacher (Pokal)

Vorgeschmack aufs Wochenende

Vorhang auf für das Donnersberger Pokalduell: In der dritten Runde des Verbandswettbewerbs empfängt heute, 19 Uhr, der TuS Steinbach Bezirksliga-Konkurrent SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg.
Kurios: Am Sonntag, 16 Uhr, gibt es das Duell im Punktspiel noch einmal. Wieder in Steinbach.

Dem Pokalspiel sieht Timothy Hanauer mit gemischten Gefühlen entgegen. „Ich muss gestehen: Ob wir die nächste Runde im Pokal erreichen, ist mir nicht so wichtig. Dem Verein aber schon. Ich persönlich glaube, dass dieser Wettbewerb für uns nicht zu gewinnen ist. Das Training leidet darunter, die Belastung mit den Spielen unter der Woche und damit auch die Verletzungsgefahr für die Spieler steigt“, sagt der Steinbacher Coach, der aber betont: „Ich bin kein Fan vom Pokal, aber sicher wäre die vierte Runde für den Verein natürlich eine tolle Sache. Deshalb werden wir auch eine gute Mannschaft auf den Platz bringen.“ Zuletzt hatten die Steinbacher personelle Probleme. Hanauer unterbrach für das Auswärtsspiel in der Liga beim SC Weselberg, das der TuS mit 4:2 gewann und danach die Tabellenführung übernahm, seinen Urlaub in Tirol. „Am Sonntagmorgen sind wir zurückgefahren, Montagnacht wieder zurück in Österreich gewesen“, so Hanauer. Am heutigen Mittwoch wird der Coach aber in der Alpenrepublik weilen. „Bis Samstag bin ich dort noch beruflich“, erklärt er. Ralf Schneider wird dafür gegen Finkenbach die Mannschaft betreuen.Hanauer hat vor dem Gegner Respekt. „Dort, wo Alexander Trainer ist, ist auch der Erfolg. Sie haben in der aktuellen Saison ganz gute Ergebnisse eingefahren. Finkenbach arbeitet sehr viel mit Emotion. Ich denke, dass sowohl das Pokalspiel als auch das Ligaduell Partien auf Augenhöhen werden.“

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Raab: „Steinbach großer Favorit“Alexander Raab, der im Donnersbergkreis schon Kulttrainer-Status erreicht hat, sieht das anders. Der Finkenbacher Coach sagt: „Steinbach ist in beiden Spielen der ganz große Favorit. Und das sage ich nicht, weil ich irgendwelche Psychospiele betreiben möchte.“ Raab wundert sich: „Ich weiß nicht, wie die Steinbacher das geschafft haben, so eine Mannschaft zusammenzustellen. Aber mit diesem Kader müssen sie in dieser Saison einfach Meister werden. Alles andere wäre schon eine Enttäuschung.“

Der Finkenbacher Trainer ist mit dem Saisonstart seiner Mannschaft sehr zufrieden. Zwei Pokalspiele hat die Spielgemeinschaft schon gewonnen und somit laut Coach „das Soll in diesem Wettbewerb schon übererfüllt“. In der Liga schlug der Aufsteiger zwei Teams, die Raab als Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib betrachtet. „Am vergangenen Sonntag haben wir nun erstmals Lehrgeld bezahlt. Der SV Hinterweidenthal ist eben eine gestandene Bezirksligamannschaft. Das 1:6 ist klar gewesen. Sicher war das ernüchternd, aber ich denke, ich und die Spieler haben daraus gelernt“, sagt Raab und fügt hinzu: „Solche Einschläge wird es sicher in dieser Saison wieder geben. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir die Liga halten können. Es macht jedenfalls einen Riesenspaß, mit diesem Team zu arbeiten.“

Mit seiner „Null-Euro-Mannschaft“, wie Raab sein Team nennt, will der Coach sich beim Favoriten gut aus der Affäre ziehen. Und eins macht der SG-Trainer von vorneherein klar: „Ich werde meine Mannschaft von außen 90 Minuten unterstützen, denn sie benötigt meine Hilfe.“

Gut besuchtes Donnersberg-Derby

Am Mittwoch trafen die Bezirksligisten TuS 07 Steinbach und SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg im Verbandspokal vor über 300 Zuschauern aufeinander. Nach einem 4:0-Sieg steht der TuS jetzt in Runde vier und hat dort ein Traumlos gezogen: Es kommt der FK Pirmasens.

In den ersten Minuten des Spiels lag der Ballbesitz zum Großteil bei den Gästen. Steinbach hingegen lauerte gefährlich auf Ballverluste. Noch in der Anfangsphase änderte sich dies. Der TuS kam immer häufiger an den Ball und war in den Zweikämpfen schneller. „Das Zweikampfverhalten war unterirdisch“, wertete SG-Trainer Alexander Raab nach dem Spiel. In der neunten Minute kam es dann zum ersten Treffer der Partie durch Pascal Weber. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum ging Thilo Daniel Opper mit SG-Torwart Waldemar Baum in den Luftzweikampf. Baum konnte den Ball nicht festhalten, Weber stand frei am hinteren Pfosten und musste den Ball nur noch reinschieben: 1:0.Das Tor gab der Heimmannschaft mehr Schwung, und sie wollte nachlegen. Immer wieder über die rechte Seite und Außenstürmer Timo Kotysch. Torwart Braun hielt mehrere Abschlüsse auf sein Tor. Steinbach vergab viele Chancen, beispielhaft die Szene in der 13. Minute: Innenverteidiger Elias Throm nahm sich den Ball und ließ mehrere seiner Gegenspieler aussteigen. Er dribbelte in Richtung des Strafraums, mit einem schnellen Doppelpass spielte er die halbe Finkenbacher Abwehr aus und kam am Elfmeterpunkt zum Torabschluss, aber ohne Erfolg.

Währenddessen hörten die Zuschauer rund um den Platz Trainer Raab ununterbrochen. Mit taktischen Anweisungen peitschte er seine Mannschaft ins Spiel zurück. Doch das hielt nicht lange an. In der 29. Minute fiel das zu dieser Zeit längst überfällige 2:0. Nach einer verunglückten Flanke von Enes Ülkü prallte der Ball zum Steinbacher Kapitän Szaszorowski. Dieser sah Thilo Daniel Opper und spielte ihn im Strafraum an. Opper drehte sich mit Ball um seinen Gegenspieler und stand frei vor dem Tor.

Zum Ende der ersten Halbzeit kam auch die SG zu Chancen, doch sie blieben ohne Treffer. Im Mittelfeld übernahm Nils Raab den Spielaufbau und spielte viele gefährliche Pässe auf seine Stürmer. Auf der Gegenseite war die Steinbacher Abwehr abgeklärt und ließ wenige Möglichkeiten zu. Die zweite Halbzeit startete ohne große Abschlüsse auf beiden Seiten. Im Mittelfeld gab es viele kleine Zweikämpfe. Diese wurden häufig mit einem Pfiff des Schiedsrichters beendet. Die SG kam häufiger vor das gegnerische Tor. Silas Schlemmer setzte viele Dribblings, die oft erfolgreich waren. Enes Ülkü stoppte eines mit einem Foul, wobei er zusätzlich verwarnt wurde. Steven Hoff vergab diese Chance aus optimaler Freistoßposition.

Zehn Minute später genau der gleiche Ablauf, nur mit dem Unterschied, dass diesmal der eingewechselte Marcus Frank die Gelbe Karte sah. In der Folge kamen die Gäste zu Kontermöglichkeiten, doch sie konnten keine dieser zu Ende spielen. Dann machte Steinbach den Sieg klar. Nach einem Abpraller gab es Eckstoß für Steinbach, Szaszorowski schoss direkt auf den Kopf des vorgerückten Innenverteidigers Jan-Eric Barz. Dieser nutzte seine Größe aus und köpfte zum 3:0 ein. Steinbach war damit schon mit einem Bein in der nächsten Runde und spielte die Zeit runter. In der 84. Minute kam es dann im Strafraum der Gäste zu einem Zweikampf. Der Steinbacher Ülkü schirmte den Ball ab und wurde zu Fall gebracht. Für den Schiedsrichter gab es nur eine richtige Entscheidung: Strafstoß. Der gefoulte Ülkü trat selbst an und verwandelte zum 4:0 Endstand.

Co-Trainer Ralf Schneider, der das Team an diesem Abend betreute, konnte seine Spieler nur loben: „Die Jungs haben souverän gewonnen, am Wochenende wird aber eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“ Denn dann treffen die gleichen Mannschaften an derselben Spielstätte erneut aufeinander. Die nächste Pokalrunde ist schon ausgelost, diesmal sind auch attraktive Vereine wie der 1. FC Kaiserslautern und der FK Pirmasens dabei. Steinbach hat dabei ein Traumlos gezogen, denn Regionalligist FK Pirmasens gastiert in der vierten Runde in Steinbach. In der Regel findet die vierte Pokalrunde am Mittwoch, 4. September, statt. Es kann aber noch zu Terminverschiebungen kommen.

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So spielten sie

TuS 07 Steinbach: Korz, Müller, Throm, Barz, Krautschneider, Weber (59. Frank), Szaszorowski, Gilcher (76. Schanz), Ülkü, Koytsch (67. Windecker), Opper

SG Finkenbach/ Mannweiler/ Stahlberg: Baum, Zäuner, Stock, Eckhardt, Boukari, Silas Schlemmer, Nils Raab, Nils Schlemmer, Schreiber (55. Weiß), Fisch (41. Huff), Betz (87. Bals)

Tore: 1:0 Weber (9), 2:0 Opper (29.), 3:0 Barz (80.), 4:0 Ülkü (84. Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Ülkü, Frank, Barz, Silas Schlemmer, Nils Schlemmer

Beste Spieler: Szaszorowski - Silas Schlemmer

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Rößler.

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