2. Mannschaft SG Steinbach II/SV Börrstadt gegen TuS Dannenfels

Bericht zur aktuellen Saison 16/17

Ergebnis:  5 : 0

Halbzeit ( 0 : 0 )

Topspiel nur vier Kilometer voneinander entfernt in Steinbach

In der C-Klasse Kaiserslautern-Donnerberg Nord findet an diesem Wochenende das Verfolgerduell zwischen der SG Steinbach II/ SV Börrstadt und dem TuS Dannenfels statt.

In Steinbach findet das Duell im Kampf um Platz zwei statt, wenn die SG Steinbach II/SV Börrstadt den TuS Dannenfels empfängt. Diese Begegnung ist gleichzeitig ein Derby. Lediglich vier Kilometer liegen zwischen den beiden Kontrahenten. Gästetrainer Bernd Schneider weiß, dass eine ganz harte Partie auf seine Mannschaft zukommt. „In Steinbach wird es sehr schwierig werden. Wir haben einige angeschlagene Spieler, bei denen man abwarten muss, ob es bis Sonntag reicht.“ Sein Gegenüber, SG-Spielertrainer Lukas Scheidel, weiß derweil um die Qualitäten der Dannenfelser. „Dannenfels ist der unangenehmste Gegner der Liga, da sie körperliche Präsenz mit spielerischer Klasse kombinieren. Sie haben uns im Hinspiel durch ihr körperbetontes Spiel phasenweise den Schneid abgekauft.“ Es ist also alles für ein Spitzenspiel angerichtet. In der Hinserie setzten sich die Dannenfelser mit 4:3 durch.

Pausentee bewirkt Wunder

Alle fünf Tore der SG gegen Dannenfels fallen in Halbzeit zwei.

Die SG Steinbach II/Börrstadt gewann gestern zu Hause mit 5:0 (0:0) gegen TuS Dannenfels. Die SG zog damit in der Tabelle der C-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord mit den Gästen von gestern nach Punkten gleich (43 Zähler). „Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, wird es für den zweiten Platz wohl nicht mehr reichen. Ein Punktverlust kommt nicht in Frage. Wir spielen deshalb voll auf Sieg.“ Soweit die Kampfansage des SG-Spielertrainers Lukas Scheidel vor dem Spiel. Nach mäßiger erster Halbzeit – laut Scheidel ein „Sommerkick“ – führte eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause zum letztlich verdienten hohen 5:0-Sieg. Dass mit Kevin Bernhardt und Tim Klingkowski zwei Spieler aus der ersten Mannschaft des TuS Steinbach daran beteiligt waren, erschien dem Gästetrainer Bernd Schneider nach zumindest fragwürdig. Damit liegen nun beide Teams in der Tabelle punktgleich auf dem zweiten Platz.In der ersten Hälfte plätscherte die Begegnung zunächst vor sich hin. Beide Mannschaften waren darauf aus, Fehler zu vermeiden, die Folge war ein verteiltes Spiel ohne klare Torchancen. Ein direkter Freistoß von Kevin Bernhardt brachte in der 25. Minute erstmals Gefahr. Der Dannenfelser Torhüter ließ den hart geschossenen Ball abprallen, die Nachschussmöglichkeit wurde von seiner Abwehr vereitelt. Auf der Gegenseite tauchte David Müller in der 30. Minute bei einem Konter frei vor dem SG-Tor auf, schloss etwas überhastet ab und verzog den Schuss deutlich. Mehr war von der ersten Hälfte nicht erwähnenswert. In der zweiten Spielhälfte war der Heimmannschaft der Siegeswille deutlich anzumerken. Die Leistungssteigerung schlug sich dann auch in den Toren nieder. Dannenfels wurde schwächer, brachte kein vernünftiges Aufbauspiel mehr zustande und hatte auch läuferisch oft das Nachsehen. Dazu kamen noch lautstarke Vorwürfe der Spieler untereinander, was kein gutes Zeichen für ein Team ist.

Vor dem ersten SG-Tor drang Klingkowski in den Strafraum ein, umkurvte drei Abwehrspieler wie Slalomstangen und vollstreckte schließlich aus kurzer Distanz halbhoch unhaltbar für Alexander Ott im Gästetor. Das 2:0 war eine feine Einzelleistung von Bernhardt, der dabei Gegner und Torwart ausspielte. Sehr unglücklich fiel das dritte Tor. Eine scharfe flache Hereingabe vor das Tor von rechts konnte Martin Borch nur noch ins eigene Gehäuse lenken. Dass Kevin Bernhardt ein sehr gefährlicher Stürmer ist, sollte mittlerweile in der Region bekannt sein. Unverständlich war es dann schon, dass er in der 83. Minute in den Strafraum eindringen konnte, den Ball parallel zum Tor führte und von keinem Abwehrspieler konsequent attackiert wurde. Mit einem schönen Flachschuss markierte er dann das 4:0. Kurze Zeit später stellte Thilo Daniel Opper mit einem strammen halbhohen Schuss von rechts ins linke Toreck den Endstand her – das schönste Tor des Spiels. Obwohl damit natürlich alles entschieden war, kochten die Emotionen kurz vor dem Abpfiff noch einmal hoch. Nach einem Foulspiel an einem Dannenfelser Spieler in der SG-Hälfte nahe der Seitenlinie kam es zu einer etwas unübersichtlichen Situation, die sich zu einer kleinen Rudelbildung auswuchs und vom sicher leitenden Schiedsrichter Matthias Klein mit zwei Gelben Karten für die beiden am Foul beteiligten Spieler beendet wurde.

steinbach dannenfels

Der Dannenfelser Trainer Bernd Schneider sprach nach dem Derby von einer verdienten Niederlage seiner Mannschaft, vor allem wegen des Nachlassens in der zweiten Hälfte. Das Gemecker der Spieler untereinander war leider kein Einzelfall. Schneider: „In den zurückliegenden Partien kam so etwas auch schon vor, vor allem, wenn es im eigenen Spiel nicht läuft.“ Da sein Team das schwerere Restprogramm hat, sieht er die besseren Chancen für den Relegationsplatz eher beim gestrigen Gegner.

So spielten sie

SG Steinbach II/Börrstadt:
Tomsa, Linzert, Thul (68. Lauterbach), Opper, Moritz Scheidel, Schlechter, Lukas Scheidel, Bernhardt (84. Reiter), Weber, Werst (64. Orth), Klingkowski

TuS Dannenfels:
Ott, Pries (59. Becker), Nicolas Tremel, Schulz, Borch, Littig (46. Denzer), Baab, Maximilian Tremel,  Müller (84. Littig), Däuwel, Bauer

Tore:  1:0 Klingkowski (48.), 2:0 Bernhardt (54.), 3:0 Borch (57., Eigentor) , 4:0 Bernhardt (83.), 5:0 Opper (85.)

Gelbe Karten:  Lauterbach, Weber, Becker

Beste Spieler:  Thul, Moritz Scheidel, Weber, Klingkowski - Schulz, Däuwel

Zuschauer:  120

Schiedsrichter: Klein (Finkenbach).

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