Theater 1997

„Die drei Dorfheiligen“

Steinbacher Dorftheater begeistert mit dem Lustspiel

gruppenbild 1997

 „Ein tolles Stück“ und „Sind das alles wirklich nur Laienschauspieler?“ waren nur einige der Raktionen eines begeisterten Publikums auf eine hervorragende Inszenierung.

Von weit her kamen viele Besucher angereist, um das Lustspiel „Die drei Dorfheiligen“ beim Steinbacher Dorftheater mitzuerleben. Jedes Jahr kommen neue Freunde der kleinen Steinbacher Theaterbühne dazu und so konnte auch diesmal ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt werden.

Die drei Dorheiligen, verkörpert vom Bürgermeister Simon Hilgermoser, dem Bäckermeister Söllbeck und dem Metzgermeister Riedlechener, wurden dargestellt von Ralf Becker, Gerald Heeger und Wolfgang Bauer.

Insbesondere Ralf Becker füllte die Hauptrolle des Bürgermeisters ausdrucksstark aus. Als Herr im Hause Hilgermoser spielte er lautstark und mit beeindruckender Mimik und Gestik.

Seinem Können in nichts nachstehend fungierte Martina Partenheimer als Bürgermeistersfrau an seiner Seite.

theater 1997 001Zu unseren drei Dorfheiligen gesellten sich der Dorfschullehrer Martin Furtner, pfiffig und listig darge-stellt von Stefan Müller und der Pfarrer Baptist Heizinger, hier Heinz-Werner Hoßbach mit der von ihm gewohnten Routine, in einem Ausschuß für Moral und Anstand. Mit der nahmen es unsere drei Titelhelden in jungen Jahren nicht so genau und so werden die drei Moralapostel nach über 20 Jahren von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt und mit dem angeblichen Produkt ihres Draufgängertums in der Form eines unehelichen Sohnes konfrontiert.

Der vermeintliche Sohn heißt Jakob Schwälble und kommt der Name schon sagt aus dem Schwaben-land. Er wurde mit einem tollen Bühnendebut von Volker Bauer in Szene gesetzt. Einfach köstlich wie er vom schüchternen aber gewitzten Jüngling zum feurigen Liebhaber avancierte. Mit seiner in schwäbi-schem Dialekt vorgetragenen Rolle wurde er auf Anhieb zum Publikumsliebling.

Anstand der ihm versprochenen Bürgermeisterstochter Fanny, eroberte er das Herz von Marianne, liebevoll und keck gespielt von Sandra Mariasz, einem weiteren Neuling im Ensemble.

In dem flotten Stück sorgte unser Schwabe für allerhand Verwirrung, die der Lehrer Furtner dazu nutzte selbst die ihm zunächst verwehrte Bürgermeisterstochter Fanny, selbstbewußt und energisch verkörpert von Elli Bauer, zu bekommen.

In weiteren Rollen waren Jutta Neumayer mit perfekt einstudiertem schwäbischen Dialekt als Babette Schwälble zu sehen, Helmut Scheu als Bezirksarzt Gerner, Petra Penkhues als Magd und Nicole Scheu als Händlerin und Kupplerin Leni Gfeiler.

Mit diesem Klassiker des Bauerntheaters wurde unter der Regie von Norbert und Roswitha Bohlander an die Erfolge der vergangenen Jahre angeknüpft. Die Mühen und das Proben der vergangenen Monate hatte sich mal wieder gelohnt. Das Publikum war hellauf begeistert. So blieb kaum ein Auge trocken und die Lachmuskeln wurden ordentlich strapaziert. Mit den vier Neulingen konnten vielversprechende Darstellter hinzugewonnen werden, so daß man auf das nächste Stück im Jubiläumsjahr 1998, wenn es heißt „15 Jahre Theaterabteilung des TuS 07 Steinbach“, gespannt sein darf.

Ein Dank galt auch an Ute Hessheimer, die sich für Frisuren und Maske verantwortlich zeigte sowie allen Helfern, die zum Gelingen des Bühnenbildes beigetragen haben.

Aufführung: 15./16./17./ März 1997

Darsteller:

Ralf Becker  
Martina Partenheimer  
Elli Bauer  
Wolfgang Bauer  
Sandra Mariasz  
Gerald Heeger  
Stefan Müller  
Volker Bauer  
Jutta Neumeyer  
Helmut Scheu  
Nicole Scheu  
Heinz-Werner Hoßbach  
Petra Penkhues  
Norbert und Roswitha Bohlander Regie:
Ute Hessheimer Maske

Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag, Weinheim

Autor: Bernd Gombold

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