Theater 1992

"Alwis wo warst du heute Nacht?"

Pfälzer Alwis aus Oberbayern/Theatergruppe des TuS 07 begeistert.

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Unter der Regie von Roswitha und Norbert Bohlander führte die Theatergruppe des TuS 07 Steinbach die Verwechslungskomödie „Alwis wo warst du heute Nacht?“ auf. Die Turnhalle war an beiden Vorstellungen voll besetzt und die Zuschauer begeistert.

Kurzerhand wurde das Stück aus Oberbayern in ein kleines Örtchen in der Pfalz verlegt. Ähnlichkeiten „rein“ zufällig und (fast) nicht beabsichtigt. Der Bauernsohn Martin (Gerald Heeger) will seine Gretel vom Theater heiraten, die der Familie nicht standesgemäß ist. „Hektar oder Geld“ soll er heiraten. Die Riegerbäuerin muss eine gestandene Frau sein, wo doch schon der Älteste, gespielt von Ralf Becker, beim Studium über dem großen Teich“ so e kannadisch Prinzessin“ geheiratet hat. Und eben das frisch gebackene Ehepaar zu Besuch kommt.

„Vadder“ (Wolfgang Bauer) wird von der „Mudder“ lebensecht gespielt von Martina Partenheimer, in die Stadt zum Einkaufen geschickt, versackt aber hoffnungslos mit seinem besten Freund „Bürgermeister Brunner“, urkomisch interpretiert von Hans Werner Hossbach. Alles was von der Nacht übrig bleibt, ist Kopfweh und eine Dame namens Lilli im verführerischen Nachthemd (gespielt in einem fantastischen Akzent von Marita Bauer), welche im Gästezimmer übernachtet hat. Die „Lilli“ aus der Nachtbar bringt den Bauern nun in arge Bedrängnis und wird gegenüber seiner Frau  als Schwiegertochter aus Amerika ausgegeben.

Doch Lügen haben kurze Beine und so wird der Schwindel von der resoluten Bürgermeisterfrau Wilma aufgedeckt. Man konnte sich bei keinem Satz aus dem Munde der Wilma – Astrid Hossbach – das Lachen verkneifen.

Als nun auch noch die echte Schwiegertochter aus Amerika (Ellie Bauer) auftaucht und sich „die rote Katz“, die fesche Lilli als Freundin des Sohnes Martin entpuppt, versuchen die Söhne ihrem Vater beim Schwindeln zu helfen und die Mutter bei einem letzten Versuch von seiner Unschuld zu überzeugen, doch hält die bereits alle Trümpfe in der Hand. Dass sich zum Schluss dann doch noch alles in Wohlgefallen auflöst, verdankte der verzweifelte Vater seinen Kindern, welche die zornige Mutter besänftigen konnten. Nur eine Frage blieb offen. Der um den Schlaf gebrachte „Brunnerbauer“ suchte am Schluss nur mit der Unterhose bekleidet unter Beifallsstürmen und gefolgt von seiner mit einem Nudelholz bewaffneten Gattin das Weite.

Das Stück der Laienspielgruppe des TuS 07 war bis in die kleinsten Rollen ideal besetzt. Als Knecht Florian agierte Kurt Penkhues, und urkomisch wie die Magd, gespielt von Elke Opp, a cappella „Lilli Marlen“ imitierte.

Ebenso perfekt war das von den Laienspielern mit Hilfe von Thomas Bauer arrangierte Bühnenbild und die Ausstattung sowie Frisuren und Make-up, wofür sich Veronika Dilg verantwortlich zeigte.

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Aufführung: 04./05./  April 1992

Darsteller:

Marita Bauer  
Martina Partenheimer  
Elli Bauer  
Wolfgang Bauer  
Gerald Heeger  
Heinz-Werner Hoßbach  
Kurt Penkhues  
Astrid Hoßbach  
Ralf Becker  
Norbert und Roswitha Bohlander Regie:

Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag, Weinheim

Autor: Bernd Gombold

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