Fidibustheater 2007

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"Ballon im Kopf"

Nach vielen erfolgreichen Vorstellungen der Laienschauspielgruppe "Dorftheater Steinbach" wurde die Idee geboren ein Kindertheater auf die Beine zu stellen. Schnell fanden sich engagierte Helfer, die mit Kreativität und Tatendrang, die Idee umsetzten. Ein passendes Stück wurde gesucht und mit begeisterten Kids eingeübt. Sie brennen darauf ihre Theaterkünste dem Steinbacher Publikum vorzuführen.

„Halif, Kalif, Fadif." Der weltberühmte Zauberer Magikus schwingt den Zauberstab über seinem Zylinder und versucht mit diesen beschwörenden Worten ein Kaninchen herbei zu zaubern. „Maxi, du musst den Zauberstab höher schwingen", unterbricht eine Frau den Magier. Denn Magikus ist gar kein echter Zauberer, sondern „nur" eine Rolle in dem Theaterstück „Ballon im Kopf" von Jutta Paul, das gerade 17 Steinbacher Kinder mit ihren vier Betreuerinnen einüben.

Ballon im Kopf 17 04 07 019

Ausgerechnet heute, wo „Die RHEINPFALZ" und der Fotograf kommen, geht so einiges schief:

Erst kurz vor der Probe erfahren die Theaterkinder - zwischen sieben und 13 Jahren alt -, dass das Bürgerhaus, in dem sonst geprobt wird, für eine Konfirmation gebucht ist. Auf die Schnelle einen anderen Übungsraum aufzutreiben, ist gar nicht so einfach. Schließlich finden sich die Kinder in der Garage von Betreuerin Erika Wenz-Opp ein und wundern sich über den Fotografen, der diesen neuen Ort zum Bilder machen viel toller findet als das Bürgerhaus.

  • Ermahnung von der Regisseurin.

Gleich zu Beginn der Probe gibt es die erste Ermahnung von Mit-Regisseurin Natascha Breitenbruch: „Bis zum nächsten Mal müsst ihr wirklich alle ohne Textheft spielen können. Das ist wichtig, damit wir eure Bewegungen auf der Bühne üben können." „De Text kann ich schunn faschd. Ich wääß bloß noch net, wann ich droa bin", gibt Lena etwas trotzig zurück.

Neben Zauberer Magikus tummeln sich in der Garage noch viele andere interessante Gestalten. Da gibt es zum Beispiel eine Schlangentänzerin, Pinguine und eine Familie mit seltsamen Kleidern und Schlapphüten, die eigentlich in einer Höhle wohnt. Eine Gruppe von Schulkindern beobachtet das bunte Treiben staunend - sogar Comics und Computerspiele sind plötzlich vergessen. Denn bei „Ballon im Kopf" geht es vor allem um die Fantasie oder auch „Fantasy", wie Peter sagt, obwohl „die Omas des Wort vielleicht net all verstehn".

  • Garagentor bekommt einen Tritt.

Viel Fantasie ist auch bei der Organisation der heutigen Probe gefragt. Obwohl es das eigentliche Ziel ist, „das Stück einfach mal durchzuspielen", klappt nicht immer alles auf Anhieb. Wichtige Hilfsmittel sind noch im Bürgerhaus verstaut, aber die Gruppe erweist sich rasch als „Meister der Improvisation" und die Garage als idealer Ausweichort. Selbst das Auftreiben von Schlangen, Stühlen und einem Süßigkeitenkorb bereitet keine Schwierigkeiten. Nur einmal, als Sophia ein Rad schlagen soll, ist das Garagentor im Weg und bekommt einen ordentlichen Fußtritt verpasst.

Dass die jungen Schauspieler manchmal noch ein paar Schwierigkeiten mit dem Text haben, tut ihrer Freude am Spiel kaum einen Abbruch. Und wenn sogar die Betreuer mal ihren Einsatz verpassen, muss man sich dafür erst recht nicht schämen. Ganz ohne Tränen und Zankereien geht die Probe dann aber doch nicht zu Ende: Das Streitobjekt ist ein Kochlöffel, den Tim aber irgendwann den Erwachsenen in die Hand drückt, so dass schnell wieder Ruhe einkehrt bei den „Schlapphüten".

Als die Schauspieltruppe so langsam doch die Lust verlässt, erinnert Philipp die Betreuer pflichtbewusst daran, „dass mer heit doch net so oft unnerbreche wollten". Aber eins muss am Schluss doch noch mal geübt werden: Das richtige Verbeugen. Denn schließlich will, wer viel geübt hat, am Ende auch mit viel Applaus belohnt werden - und dabei die richtige Figur machen.

  • Einige Kurzinformationen zum Inhalt:

Das Bücherlesen ist doch eine langweilige Sache, stellen die Kinder übereinstimmend fest. Dass es aber spannend und lustig werden kann, wenn sich plötzlich die Figuren aus einem Buch selbständig machen, überrascht sie sehr. Noch lustiger wird es, wenn die Figuren der eigenen Phantasie "lebendig "werden.

Autorin: Jutta Paul.

Regie: Natascha Breitenbruch, Andrea Vogt, Anna Heeger, Erika Wenz-Opp.

Fazit: Eigene Phantasie ist doch durch nichts zu ersetzen.

Vorstellungstermin: 14.April.2007, um 16.00 Uhr, Einlass ab 15.00 Uhr in der Turnhalle Steinbach.

Eintritt: Kinder 1,50 €, Erwachsene 2,50 €

Kartenvorverkauf: Conny Specht-Junge, Tel. 06357-1541 und Evelyn  Orth ,Am Dorfacker 18, 67808 Steinbach.

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